Vielfalt

Die Privilegien der Ehe am Beispiel der Adoption

Im Februar 2013 hat das Bundesverfassungsgericht deutlich gemacht, dass ein Verbot der Sukzessivadoption für Menschen in eingetragenen Lebenspartner*innenschaften verfassungswidrig ist. Seit Juni 2014 dürfen nun auch Lebenspartner*innen das bereits von der*dem Partner*in adoptierte Kind adoptieren.1 Weiterhin ist es ihnen jedoch nicht erlaubt sich gemeinsam für eine Adoption zu bewerben und ein Kind zu adoptieren (Fremdadoption) (Queer.de 2014).

In Deutschland wurde die Ausweitung des Adoptionsrechts immer wieder gefordert und viel diskutiert. Doch die Gegner*innen wollen die traditionelle Ehe und Vater-Mutter-Kind-Familie verteidigen. Auch die Demonstrationen gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg wurden und werden vielfach zum Anlass genommen gegen Regenbogenfamilien zu hetzen.

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Der Familienvertrag – ein Konzept in den Kinderschuhen

Die Forderung ihrer Partei nach der Abschaffung des Ehegattensplittings sei falsch gewesen, so Kathrin Göring-Eckhardt, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag. Es sei der Eindruck entstanden, dass die Grünen die Ehe abschaffen wollten. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 23. August 2014 betont Göring-Eckhardt vielmehr, dass sie sich freue, wenn Menschen heirateten „und damit sagen, wir treten füreinander ein.“

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Tausend Kreuze in die Spree – Warum wir die AfD nicht als “eurokritisch” verharmlosen sollten

Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung - Demo-Poster 2014

Poster Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung für Kundgebung 2014

Bei dem sogenannten ‚Marsch für das Leben‘ [früher ‘1000 Kreuze für das Leben’] in Berlin demonstrieren jährlich immer mehr Menschen für ein Abtreibungsverbot und gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen. Es sind vor allem evangelikale Gruppen, die die Demonstration organisieren und bewerben [mehr zu den Evangelikalen und ihrem wachsenden Einfluss zeigt eine ARD-Doku, nach deren Ausstrahlung der Sender mit einem Shit-Storm überzogen wurde]. Unterstützt werden sie dabei von ganz oben – und damit ist keine überirdische Macht gemeint, sondern die Grußworte der letzten Jahre von Bundesminister*innen und anderen Unionspolitiker*innen sowie Kirchenoberen. Dieser Marsch für Intoleranz hat beispielsweise auch 2010 organisatorische Unterstützung der Katholischen Kirche in Berlin erhalten. mehr lesen

Mit einem Herzchen ins Mark der AfD

Maximilian Bierbaum_Kein Herzchen für die Junge AlternativeVergangenen Dienstag habe ich erfahren, dass ich ein „schmächtiger Schüler“ bin, der im Internet „gerne mit seiner Homosexualität kokettiert“. Der Grund dafür war nicht plötzliche Selbsterkenntnis, sondern ein Facebook-Beitrag der sogenannten Jungen Alternative Hamburg, der mich diffamiert und beleidigt. Die Junge Alternative Hamburg ist der Jugendverband des Hamburger Landesverbands der Alternative für Deutschland (AfD) und somit ein offizieller Teil von ihr. Selten bin ich persönlich so offener Homophobie und so offener Menschenverachtung begegnet.
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Frauen und Fußball

Zwischen Emanzipation und Sexismus

Die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer ist in vollem Gange. Die WM in Brasilien ist nicht nur ein sportliches Großereignis, sie ist auch ein weltumspannendes Medienereignis. Männerfußball ist mittlerweile ein globales Kulturgut. Dabei ist Fußball bis heute eine explizit männliche Kultur. Auch heute verbinden sich mit dem Fußballsport bestimmte Männlichkeitsvorstellungen, die nicht nur Frauen als das „Andere“ markieren und ausgrenzen, sondern auch kaum Platz für andere Männlichkeiten, wie beispielsweise homosexuelle Männer lassen.

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