Sichtbarkeit

Programmieren statt Brote schmieren

Digitalisierung, Industrie 4.0, künstliche Intelligenz, Robotik und Zukunft der Arbeit sind aktuell in aller Munde. Was bedeutet das für Frauen? Aktuell sind Männer durch digitale Technologien in der politischen Meinungsbildung, in Technik und Wirtschaft und auf dem zukünftig relevanten Arbeitsmarkt dominanter denn je. In der analogen Welt erzielte Fortschritte bei der Teilhabe von Frauen und Minderheiten werden durch die Digitalisierung bedroht, wenn wir nicht sofort gegensteuern. Genderbasierte Analysen der Zukunftsszenarien sind rar, aber die Tendenzen, die sich abzeichnen, erfordern schnelles Handeln. In diesem Text zeige ich einige der zentralen Weichenstellungen auf und leite daraus sechs Thesen für unser politisches Handeln ab.

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To Russia with Love

Gestern hat sie gestartet, die größte Fußball-Party der Welt. Doch dürfen auch wirklich alle mitfeiern? Die Fußball Weltmeisterschaft der Männer in Russland hat die Frage der Menschenrechte im Kontext von Sport-Großereignissen einmal mehr auf die Tagesordnung gebracht.

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Zeit für eine neue Lesbenbewegung

Lesben* sind in Europa noch immer eine wenig sichtbare Minderheit – auch innerhalb der LSBTI*-Community. Dabei ist der Beitrag lesbischer Aktivist*innen, Politiker*innen und Wissenschaftler*innen für eine sozialere und emanzipatorischere Gesellschaft nicht zu leugnen. So sind Lesben von Beginn an Teil der Frauenbewegung gewesen und sie waren auch immer ein Teil der LSBTI*-Bewegung. Und trotzdem mangelt es lesbischen Frauen und ihren Beiträgen zu politischen und sozialen Veränderungen nach wie vor an Sichtbarkeit.

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Kein Schritt vor, viele Schritte zurück

31 % der neuen Abgeordneten sind Frauen. Damit werden im nächsten Bundestag mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen sitzen. Diese Zahl ist ein harter Schlag für alle, die in den letzten Jahren für Gleichberechtigung gekämpft haben, und hoffentlich ein Weckruf für die, die dachten Frauen wären bereits vollkommen gleichgestellt. 31 % das ist ein klarer Rückschritt. So gering war der Frauenanteil das letzte Mal 1998, also vor 19 Jahren. Dieses Ergebnis ist nicht einfach nur ein Zufall, sondern Ausdruck eines gesamtgesellschaftlichen Rechtsrucks, der an der Wahlurne mehr als deutlich wurde.

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Wenig Spaß und schlechte Unterhaltung

Unterhaltung. Wenn es dabei um den Genuss von Film und Fernsehen geht, ist das mit der Unterhaltung für Feminist*innen gar nicht so einfach. Das Warum wurde letzte Woche von einer neuen Studie der Universität Rostock in kalten Zahlen auf den Punkt gebracht: Im deutschen Film und Fernsehen sind zentrale Figuren und Hauptrollen doppelt so häufig männlich – auf jede Frau kommen zwei Männer.

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Vor 25 Jahren habe ich abgetrieben

Bericht über einen Schwangerschaftsabbruch

herz-auf-wand

Es geht auch darum Glück zu schenken, nicht einfach nur Leben, findet unsere anonyme Gastautorin.

 

Ich hatte gerade mein Studium abgebrochen und eine körperbetonte Ausbildung angefangen. Ich wollte endlich auf eigenen Füßen stehen, selber Geld verdienen. Und plötzlich schwanger, das geht ja alles gar nicht zusammen. Mist, dachte ich, du hast einen Fehler gemacht. Bis mein damaliger Freund meinte: Nein, wir! Zwar liebte ich ihn – nicht nur für diese Aussage -, konnte ihn mir aber nicht als Vater vorstellen, da er einfach unzuverlässig war. Ich selbst wusste, dass ich Kinder liebe und selbst mal welche haben wollte – aber nicht jetzt. Schwanger sein fühlte sich damals einfach falsch an.

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