Sexuelle Selbstbestimmung

5 Gründe, warum der Papst kein Grüner ist

Der Papst hat eine Öko-Enzyklika veröffentlicht, in der er sich für Klimaschutz ausspricht. Auf der Website der Grünen wird dazu kommentiert:„5 Gründe, warum der Papst ein Grüner ist“ und sein Einsatz für Klimaschutz hervor gehoben.1 Sich nur die Klimarosinen rauspicken und den Rest unerwähnt lassen, geht nicht! Der Papst ist kein Grüner, egal ob er Klimawandel, Fischsterben und Ausbeutung von Textilarbeiter*innen kritisiert.

5 Gründe, warum der Papst kein Grüner ist

1. Der Papst ist gegen körperliche Selbstbestimmung. Schwangerschaftsabbrüche, egal unter welchen Umständen, sind für den Vatikan ein No-Go. In der Enzyklika heißt es, Schwangerschaftsabbrüche seien nicht mit Umweltschutz vereinbar (ja, wirklich!).

Marsch für das Leben 2013, Berlin, CC BY-NC-ND 2.0 daveshine

Abtreibungsverbote töten Schwangere. CC BY-NC-ND 2.0 daveshine

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Lieber Papst, dieser Tag gehört uns….

Heute war der Papst im Europäischen Parlament. Heute ist der 25. November. Heute ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.

Ein schlechteres Datum für den Besuch des Papstes hätte es nicht geben können. Denn, obwohl dieser Papst – im Gegensatz zu seinem Vorgänger – immer wieder als progressiv und offen für Veränderung der Kirche dargestellt wird, hat er den heutigen Tag genutzt, Frauen in ihrer Selbstbestmmung einzuschränken und Abtreibung zu verurteilen. mehr lesen

Wie sich die Zeiten (gar nicht) ändern

Am vergangenen Sonnabend fand der sogenannte Marsch für das Leben durch das Berliner Regierungsviertel statt. Dabei wurde ein generelles Verbot aller Abtreibungen nicht nur für Deutschland sondern für ganz Europa gefordert, gleichgeschlechtliche Liebe verunglimpft und der Schutz der traditionellen Familie und des „Lebens“ gefordert.

Angeblich 5.000 Frauen, Männer und Kinder nahmen daran teil. Sie trugen weiße Kreuze, Plakate mit Bildern von Embryos, riefen Parolen von „Müttern als Mörderinnen“ und setzen Schwangerschaftsabbrüche mit dem Holocaust gleich.

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Tausend Kreuze in die Spree – Warum wir die AfD nicht als “eurokritisch” verharmlosen sollten

Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung - Demo-Poster 2014

Poster Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung für Kundgebung 2014

Bei dem sogenannten ‚Marsch für das Leben‘ [früher ‘1000 Kreuze für das Leben’] in Berlin demonstrieren jährlich immer mehr Menschen für ein Abtreibungsverbot und gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen. Es sind vor allem evangelikale Gruppen, die die Demonstration organisieren und bewerben [mehr zu den Evangelikalen und ihrem wachsenden Einfluss zeigt eine ARD-Doku, nach deren Ausstrahlung der Sender mit einem Shit-Storm überzogen wurde]. Unterstützt werden sie dabei von ganz oben – und damit ist keine überirdische Macht gemeint, sondern die Grußworte der letzten Jahre von Bundesminister*innen und anderen Unionspolitiker*innen sowie Kirchenoberen. Dieser Marsch für Intoleranz hat beispielsweise auch 2010 organisatorische Unterstützung der Katholischen Kirche in Berlin erhalten. mehr lesen

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