Sexuelle Selbstbestimmung

Vor 25 Jahren habe ich abgetrieben

Bericht über einen Schwangerschaftsabbruch

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Es geht auch darum Glück zu schenken, nicht einfach nur Leben, findet unsere anonyme Gastautorin.

 

Ich hatte gerade mein Studium abgebrochen und eine körperbetonte Ausbildung angefangen. Ich wollte endlich auf eigenen Füßen stehen, selber Geld verdienen. Und plötzlich schwanger, das geht ja alles gar nicht zusammen. Mist, dachte ich, du hast einen Fehler gemacht. Bis mein damaliger Freund meinte: Nein, wir! Zwar liebte ich ihn – nicht nur für diese Aussage -, konnte ihn mir aber nicht als Vater vorstellen, da er einfach unzuverlässig war. Ich selbst wusste, dass ich Kinder liebe und selbst mal welche haben wollte – aber nicht jetzt. Schwanger sein fühlte sich damals einfach falsch an.

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XY ungelöst

Eine kleine Geschichte von der Doppel-X-Homolobby

Sex in dem keine Männer vorkommen, wird ja eher unterschätzt. Dabei haben ziemlich viele Frauen, Sex bei dem kein Mann stört. Also jedenfalls schon mal die geschätzten 10 Prozent der Lesben, die kein Problem mit dem bösen L-Wort haben und dann die, die Frauen lieben, aber es lieber irgendwie anders nennen, ohne das böse Wort. Und die, die finden, dass sie kein Etikett brauchen, dass ihre Persönlichkeit nicht auf ein Wort eingedampft werden kann und dass sie generell nicht nur auf Bettgeschichten reduziert werden wollen.

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Stop Blaming Victims – Solidarität mit Gina-Lisa Lohfink

Gerade wird der Prozess um Gina-Lisa Lohfink fortgesetzt. Feminist*innen waren heute Morgen vor Verhandlungsbeginn beim Amtsgericht Tiergarten, um ihre Solidarität mit Gina-Lisa und allen Frauen, die Opfer sexualisierter Gewalt wurden, auszudrücken.

Gina-Lisa Lohfink hat eine Vergewaltigung durch zwei Männer angezeigt.  Bei dem Vorfall habe sie unter Betäubungsmitteleinfluss gestanden und sich nicht wehren können. Von der Tat existiert ein Video. Dennoch glaubt das Gericht der Zeugin nicht, stattdessen wird anschließend Klage gegen Gina-Lisa erhoben. Der Vorwurf: falsche Verdächtigung, die Beschuldigte soll 24.000 Euro an ihre mutmaßlichen Vergewaltiger zahlen. Es ist unglaublich, wie hier Täter und Opfer verkehrt werden.

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Grapschen, tatschen und fummeln – müssen Frauen sexuelle Belästigung hinnehmen?

Es kommt immer wieder vor: Frauen werden angefasst, getätschelt, gestreichelt  – auf Festen, auf der Rolltreppe, im Aufzug, in der U-Bahn, im Gedränge des Alltags…..Scheinbar versehentlich, nebenbei, offenbar eine Sache, die anscheinend wenig aufsehenerregend ist oder zu sein hat? Strafbar ist dies alles nach geltender Rechtslage nämlich meistens nicht. Nur am Arbeitsplatz hat der Übergriffige mit Sanktionen zu rechnen, es droht die Abmahnung, im Wiederholungsfall die Kündigung. Das Arbeitsrecht bietet hier einen Schutz, während das Strafrecht schweigt.

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Feministische Kämpfe statt Asylrechtsverschärfungen

Seit drei Wochen prägen die schrecklichen Geschehnisse der Kölner Silvesternacht die politische Debatte. Mittlerweile liegen laut dem Kölner Oberstaatsanwalt über 760 Strafanzeigen vor, bei rund der Hälfte davon handelt es sich um Sexualdelikte. Der Schock sitzt über alle Lager hinweg tief und Heiko Maas bezeichnete die Ereignisse unpassenderweise sogar als “Zivilisationsbruch”, also mit einem Wort, das im deutschen Sprachraum unmittelbar mit der Shoa verbunden wird. Es vergeht kein Tag, an dem es nicht einen Zeitungsartikel oder eine Talkshow zu diesem Thema gibt. Und das wäre auch gut so, würde dort über die richtigen Themen gesprochen.
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