Sexuelle Selbstbestimmung

Die Pille als Lifestyle-Produkt. Ernsthaft?

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Reine Haut und schöne Haare – was nach einem Versprechen der Werbebranche klingt, dient regelmäßig als Argument für Gynäkolog*innen, hormonelle Verhütung zu verschreiben. Die Mehrheit insbesondere junger Frauen greift auf die Pille zurück. Sie gilt als besonders sicher und einfach zu handhaben, der sogenannte Zyklus (ein richtiger Zyklus findet ja gar nicht mehr statt, sondern wird dem Körper nur noch vorgetäuscht) werde regelmäßiger, die Menstruation weniger stark und eventuelle Schmerzen nähmen ab. Außerdem wird mit der Aussicht auf anwachsende Brüste, weniger Akne und Körperbehaarung gelockt. Was von Pharmaindustrie und Gynäkolog*innen als All-in-one-Lifestyle-Produkt angepriesen wird, dient bei näherer Betrachtung vor allem der Abwertung der Körper von Frauen*. Was einst als Durchbruch zur sexuellen Selbstbestimmung von Frauen* gefeiert wurde, dient heute dem Zwang zur Selbstoptimierung entlang sexistischer Leitbilder sowie der Entfremdung vom eigenen Körper.

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Verhütung darf kein Luxus sein

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Als ich mit 16 Jahren zu meiner Gynäkologin gegangen bin und nach der Pille verlangt habe, kam ich mir emanzipiert vor. Heute, sieben Jahre später, werde ich mir darüber bewusst, wie wenig ich aufgeklärt wurde über verschiedene Formen von Verhütung und ihren Einfluss auf meinen Körper. Von selbstbestimmtem Handeln kann da keine Rede sein. Der Zugang zu Verhütungsmitteln gilt als feministischer Erfolg, doch viel darüber gesprochen wird nicht. In einer Gesellschaft, in der Menstruationsblut igitt ist und Sex trotz Übersexualisierung im Alltag doch eher Privatsache, scheint kein Raum für Aufklärung. Wir müssen anfangen über die Kosten von Verhütungsmitteln zu reden.

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„Mein Bauch gehört mir“? Von wegen!

Generationen von Feminist*innen haben für die Reform des § 218 gekämpft – heutzutage scheint es andere, dringendere Themen zu geben. Doch auch in Deutschland zeichnet sich ein Rollback in Sachen Schwangerschaftsabbruch und Selbstbestimmungsrecht der Frau ab.

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Die europäische Antwort auf Trumps Global Gag Rule: Solidarität mit Frauen weltweit

Wenn Trump Gelder für Familienplanung und Schwangerschaftsabbrüche streicht, muss Europa erst recht einstehen für Frauenrechte und selbstbestimmte Sexualität.

Donald Trump unterzeichnete am 23. Januar ein Dekret, das die 1984 erstmals erlassene „Global Gag Rule“ wieder in Kraft setzt.  Mit der Global Gag Rule streichen die USA die finanziellen Mittel für alle Nichtregierungsorganisationen, die Informationen und Dienstleistungen zu Schwangerschaftsabbrüchen anbieten oder sich befürwortend dazu äußern. Diese Anweisung wurde erstmals von Ronald Reagan in Kraft gesetzt und seitdem von den demokratischen Präsidenten aufgehoben und von den republikanischen wieder eingesetzt.

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Juckt´s eigentlich wen?

Antonio Tajani ist seit gestern der Präsident des Europäischen Parlaments.

Zusammen mit Rechtsextremen und fundamentalistischen Christ*innen hat der italienische Konservative einen Aufruf unterstützt, der sich gegen das sexuelle Selbstbestimmungsrecht und jede Familienform außerhalb der bürgerlichen heterosexuellen Kernfamilie ausspricht.

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Das Imperium schlägt zurück: Eine Hommage

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump ist es einmal mehr dunkler geworden. Dunkler im Kampf für gleiche Rechte und eine offene Gesellschaft. Dunkler für uns alle, die wir dachten, dass wir doch eigentlich auf einem guten Weg sind (auch wenn es uns viel zu langsam geht). Der Backlash hat am 9. November noch mal an Durchschlagkraft gewonnen. Trump und seine Armee der alten weißen Männer steht bereit das Patriachat zu verteidigen. Aber: Wir werden uns nicht unterkriegen lassen. Wir werden nicht in eine Schockstarre verfallen. Denn eins haben uns die polnischen Frauen dieses Jahr gezeigt: Es lohnt sich zu kämpfen! Deshalb gerade jetzt eine Hommage an die Polnischen Frauen:

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