Homophobie

5 Gründe, warum der Papst kein Grüner ist

Der Papst hat eine Öko-Enzyklika veröffentlicht, in der er sich für Klimaschutz ausspricht. Auf der Website der Grünen wird dazu kommentiert:„5 Gründe, warum der Papst ein Grüner ist“ und sein Einsatz für Klimaschutz hervor gehoben.1 Sich nur die Klimarosinen rauspicken und den Rest unerwähnt lassen, geht nicht! Der Papst ist kein Grüner, egal ob er Klimawandel, Fischsterben und Ausbeutung von Textilarbeiter*innen kritisiert.

5 Gründe, warum der Papst kein Grüner ist

1. Der Papst ist gegen körperliche Selbstbestimmung. Schwangerschaftsabbrüche, egal unter welchen Umständen, sind für den Vatikan ein No-Go. In der Enzyklika heißt es, Schwangerschaftsabbrüche seien nicht mit Umweltschutz vereinbar (ja, wirklich!).

Marsch für das Leben 2013, Berlin, CC BY-NC-ND 2.0 daveshine

Abtreibungsverbote töten Schwangere. CC BY-NC-ND 2.0 daveshine

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Schützt Kinder vor Homophobie, nicht vor Homosexualität!

Letztens hat es die beschauliche Gegend Ostwestfalen zu einer traurigen Bekanntheit gebracht. Das Westfalenblatt hat in ihrer Kolumne „Rat am Sonntag“ einem Leser empfohlen, seine Töchter nicht zur Hochzeit seines Bruders mitzunehmen. Und zwar nicht, weil es auch mal schön sein kann, ohne die Kids zu feiern oder weil sie vielleicht am gleichen Tag ein Fußballtunier haben, sondern weil der Bruder einen Mann heiratet. Die Töchter würden „durcheinander gebracht“ und „verwirrt“ schreibt die Ratgeberin Barbara Eggert dem besorgten Leser. So weit, so unsinnig.

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Vatersein – der schönste Wahnsinn  der Welt!

Ich will mit dem Ärgerlichen anfangen, damit das schnell erledigt ist. Denn es spielt eine so kleine Rolle im Alltag, weil Vatersein das größte, und für mich auch das überraschendste Geschenk im Leben ist. Und das trotz aller Veränderungen und im Moment vor allem Verzicht, z.b. auf die liebsten Hobbies wie Schlafen, Faulsein, Nichtstun, aber auch Kino, Fernreisen, Bergwandern, Radtouren. Noch ärgerlicher als früher sind die vielen gedankenlosen Radfahrer, von denen Louis wahrscheinlich zwangsläufig irgendwann auf dem Gehweg überfahren wird. Ärgerlich sind auch die Menschen in der U-Bahn,  die nie von alleine an der Treppe mit anpacken und nie einen Platz in der U-Bahn anbieten, damit ich Louis weiter vorlesen und füttern kann.

Vatersein als schwuler Mann mit fünfzig heißt aber vor allem: Ich habe mich vor langer Zeit für ein Leben ohne eigene Kinder entschieden und habe diesen Preis bewußt in Kauf genommen, um mein Leben mit meinem geliebten Mann zu verbringen. Und dann klingelt das große Glück an der Tür und teilt freudig mit, dass ich nun doch alles haben darf was ich will. Wow!

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B wie “ich bin unsichtbar, oder was?”

Flagge der Bisexuellen (oben Pink, in der Mitte schmaler Lila, unten Blau)Heute ist der Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie – so steht es in der deutschen Wikipedia. Der gleiche Artikel der englischsprachigen Wikipedia spricht vom International Day Against Homophobia, Transphobia and Biphobia. Dort ist zu lesen, dass nachdem 2009 Transphobie mit aufgenommen wurde, dieses Jahr Biphobie im Titel ergänzt wurde. Während im englischen Sprachraum offenbar Fortschritte gemacht werden, ist Bisexualität hierzulande immernoch ziemlich unsichtbar. Sie findet einfach keine Erwähnung.

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Pauschales Blutspendeverbot gehört abgeschafft!

Gestern hat der Europäische Gerichtshof festgestellt, dass die momentane Praxis des pauschalen Blutspendeverbots für Männer, die Sex mit Männern haben, reformbedürftig ist. Gegen den Ausschluss dieser Gruppe hat sich das EuGH allerdings nicht ausgesprochen. Jens Christoph Parker erklärt, warum das generelle Verbot abgeschafft gehört und es stattdessen auf eine individuelle Risikoeinschätzung ankommen sollte. mehr lesen

Toleranz ist die falsche Utopie

Toleranz: ein Begriff, der immer wieder auftaucht, im Zusammenhang mit Religionen, Weltanschauungen und Lebensentwürfen, Sexualität, Behinderungen und Menschen, die nicht aussehen, wie Biodeutsche. Die ARD veranstaltet derzeit eine ganze Woche zu diesem Thema. Bereits im Vorfeld ist das Konzept an einigen Stellen umstritten, hier eine Stellungnahme der ARD. Gleichzeitig widmet auch die Süddeutsche Zeitung dem Thema ein eigenes Rechercheprojekt.
Toleranz tritt als etwas Positives auf, in Abgrenzung zu Intoleranz. Aber nicht nur das: Toleranz wird auch als Gegenstück zu Ablehnung, Ausgrenzung und Diskriminierung verkauft – und hier liegt der Denkfehler.

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