Hate Speech

Programmieren statt Brote schmieren

Digitalisierung, Industrie 4.0, künstliche Intelligenz, Robotik und Zukunft der Arbeit sind aktuell in aller Munde. Was bedeutet das für Frauen? Aktuell sind Männer durch digitale Technologien in der politischen Meinungsbildung, in Technik und Wirtschaft und auf dem zukünftig relevanten Arbeitsmarkt dominanter denn je. In der analogen Welt erzielte Fortschritte bei der Teilhabe von Frauen und Minderheiten werden durch die Digitalisierung bedroht, wenn wir nicht sofort gegensteuern. Genderbasierte Analysen der Zukunftsszenarien sind rar, aber die Tendenzen, die sich abzeichnen, erfordern schnelles Handeln. In diesem Text zeige ich einige der zentralen Weichenstellungen auf und leite daraus sechs Thesen für unser politisches Handeln ab.

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Das Imperium schlägt zurück: Eine Hommage

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump ist es einmal mehr dunkler geworden. Dunkler im Kampf für gleiche Rechte und eine offene Gesellschaft. Dunkler für uns alle, die wir dachten, dass wir doch eigentlich auf einem guten Weg sind (auch wenn es uns viel zu langsam geht). Der Backlash hat am 9. November noch mal an Durchschlagkraft gewonnen. Trump und seine Armee der alten weißen Männer steht bereit das Patriachat zu verteidigen. Aber: Wir werden uns nicht unterkriegen lassen. Wir werden nicht in eine Schockstarre verfallen. Denn eins haben uns die polnischen Frauen dieses Jahr gezeigt: Es lohnt sich zu kämpfen! Deshalb gerade jetzt eine Hommage an die Polnischen Frauen:

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Macht – Gewalt – Geschlecht

Das Recht auf ein Leben ohne Gewalt ist ein Menschenrecht. Vielen Frauen bleibt dieses Recht verwehrt. Gewalt gegen Frauen umschreibt, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts von bestimmten Gewaltformen überproportional betroffen sind. Ungleiche Machtverhältnisse zwischen den Geschlechtern sind die Ursache. Gewalt gegen Frauen findet überall und jeden Tag statt. Sie hat viele Gesichter und beginnt nicht erst mit tätlichen Übergriffen! Darüber schreibe ich heute, am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

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Keinen Fußbreit den Revisionist*innen

Wir haben diese Woche im Europäischen Parlament den Bericht zur Gleichstellung der Geschlechter, den sogenannten Tarabella-Bericht (nach dem Berichterstatter Marc Tarabella), abgestimmt.

In dem Bericht geht es um die Gleichstellung der Geschlechter, um gerechte Bezahlung und Anti-Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, um die Repräsentation von Frauen in Führungsgremien, um die Aufteilung von reproduktiver Arbeit und sexuelle und reproduktive Rechte. Die hetzerische Mailflut, die die Email-Postfächer der Europaabgeordneten füllte, hat mit diesem Bericht eigentlich nichts und am Ende leider doch wieder sehr viel zu tun.

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Wie sich die Zeiten (gar nicht) ändern

Am vergangenen Sonnabend fand der sogenannte Marsch für das Leben durch das Berliner Regierungsviertel statt. Dabei wurde ein generelles Verbot aller Abtreibungen nicht nur für Deutschland sondern für ganz Europa gefordert, gleichgeschlechtliche Liebe verunglimpft und der Schutz der traditionellen Familie und des „Lebens“ gefordert.

Angeblich 5.000 Frauen, Männer und Kinder nahmen daran teil. Sie trugen weiße Kreuze, Plakate mit Bildern von Embryos, riefen Parolen von „Müttern als Mörderinnen“ und setzen Schwangerschaftsabbrüche mit dem Holocaust gleich.

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Tausend Kreuze in die Spree – Warum wir die AfD nicht als “eurokritisch” verharmlosen sollten

Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung - Demo-Poster 2014

Poster Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung für Kundgebung 2014

Bei dem sogenannten ‚Marsch für das Leben‘ [früher ‘1000 Kreuze für das Leben’] in Berlin demonstrieren jährlich immer mehr Menschen für ein Abtreibungsverbot und gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen. Es sind vor allem evangelikale Gruppen, die die Demonstration organisieren und bewerben [mehr zu den Evangelikalen und ihrem wachsenden Einfluss zeigt eine ARD-Doku, nach deren Ausstrahlung der Sender mit einem Shit-Storm überzogen wurde]. Unterstützt werden sie dabei von ganz oben – und damit ist keine überirdische Macht gemeint, sondern die Grußworte der letzten Jahre von Bundesminister*innen und anderen Unionspolitiker*innen sowie Kirchenoberen. Dieser Marsch für Intoleranz hat beispielsweise auch 2010 organisatorische Unterstützung der Katholischen Kirche in Berlin erhalten. mehr lesen

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