Gleichstellung

Toleranz ist die falsche Utopie

Toleranz: ein Begriff, der immer wieder auftaucht, im Zusammenhang mit Religionen, Weltanschauungen und Lebensentwürfen, Sexualität, Behinderungen und Menschen, die nicht aussehen, wie Biodeutsche. Die ARD veranstaltet derzeit eine ganze Woche zu diesem Thema. Bereits im Vorfeld ist das Konzept an einigen Stellen umstritten, hier eine Stellungnahme der ARD. Gleichzeitig widmet auch die Süddeutsche Zeitung dem Thema ein eigenes Rechercheprojekt.
Toleranz tritt als etwas Positives auf, in Abgrenzung zu Intoleranz. Aber nicht nur das: Toleranz wird auch als Gegenstück zu Ablehnung, Ausgrenzung und Diskriminierung verkauft – und hier liegt der Denkfehler.

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Die Privilegien der Ehe am Beispiel der Adoption

Im Februar 2013 hat das Bundesverfassungsgericht deutlich gemacht, dass ein Verbot der Sukzessivadoption für Menschen in eingetragenen Lebenspartner*innenschaften verfassungswidrig ist. Seit Juni 2014 dürfen nun auch Lebenspartner*innen das bereits von der*dem Partner*in adoptierte Kind adoptieren.1 Weiterhin ist es ihnen jedoch nicht erlaubt sich gemeinsam für eine Adoption zu bewerben und ein Kind zu adoptieren (Fremdadoption) (Queer.de 2014).

In Deutschland wurde die Ausweitung des Adoptionsrechts immer wieder gefordert und viel diskutiert. Doch die Gegner*innen wollen die traditionelle Ehe und Vater-Mutter-Kind-Familie verteidigen. Auch die Demonstrationen gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg wurden und werden vielfach zum Anlass genommen gegen Regenbogenfamilien zu hetzen.

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Die Hälfte der Macht – auch den Mädchen

Zum Dritten Internationalen Mädchentag am 11. Oktober 2014

Mädchen sind anders – Jungs auch? Zumindest werden Mädchen bis heute weltweit benachteiligt. Seit 2012 gibt es deshalb den internationalen Mädchentag der Vereinten Nationen. Man hat erkannt, dass explizite Mädchenpolitik ein wichtiger Baustein ist, um die Milleniumsziele und eine weltweite Verbesserung der Situation von Frauen und Mädchen zu erreichen. Allem voran ist Bildungspolitik gleich Mädchenpolitik, denn in vielen Ländern dieser Welt ist die Alphabetisierungsrate von Frauen und Mädchen wesentlich geringer, als die von Männern. Frauen gehen kürzer zur Schule und leisten in viel höherem Maße ab dem Kindesalter unentgeltliche Care-Arbeit. Die Folge sind eine schlechtere wirtschaftliche Stellung und das Fehlen von Wissen und Ressourcen für Empowerment.

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Still lovin’ a world without Ehegattensplitting

Liebe Leser_innen,

uns hat das Papier “Still lovin’ a world without Ehegattensplitting” erreicht, das wir hier gerne veröffentlichen 🙂

Enjoy, das Team von Grün ist lila!

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Wortwechsel #4

Liebe Gesine, liebe Mareike!

Also wenn mich Günther Jauch fragen würde ob ich Feministin bin, wäre die Antwort “Aber ja doch, was könnte ich sonst sein?”

Feminismus ist für mich eine Bürgerrechtsbewegung mit dem Ziel, politische, rechtliche und strukturelle Benachteiligungen von Frauen gegenüber Männern abzubauen bzw. abzuschaffen. Ausgehend vom Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes sehen wir doch, dass die Bedingungen für Frauen und Männer in dieser Gesellschaft eben nicht gleich sind. Die gesellschaftliche Erwartung und Konvention geht teilweise immer noch von der Alleinverdiener-Ehe aus. Davon dass Frauen Kinder kriegen und Männer Karriere machen.

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Der Präsident, die Kommissarin und ich

Frauen in der Politik sind massiv unterrepräsentiert – das ist leider nichts Neues und auf europäischer Ebene auch nicht besser als anderswo. Im Parlament werden nur 37% der Plätze von Frauen eingenommen (immerhin besser als die 31% vorher). Weiter oben wird die Luft noch dünner. Unter den europäischen SpitzenkandidatInnen der größeren Parteien gab es nur eine Frau. Und auch beim Geschachere um die Kommissionsbesetzung spielen Frauen nur eine untergeordnete Rolle. Klar ist: Neun Frauen sind zu wenig!

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