Gleichstellung

Männer, die auf Frauenwürde pfeifen

Gestern war es mal wieder soweit. Das Wetter war großartig, ich radelte gerade von der Arbeit nach Hause und genoss den lauen Fahrtwind. Ich freute mich, dass der Sommer langsam kommt, während ich an einer Gruppe Männer vorbei fuhr. Als sie mich bemerkten, bekam ich sofort dieses Gefühl. Es ist ein Gefühl, das ich eigentlich schon kenne seitdem ich ein junges Mädchen bin. Ein Gefühl, das mich immer wieder beschleicht, wenn ich an Gruppen aus Männern vorbei gehe, laufe oder fahre. Das Gefühl wird ausgelöst durch eine ganz bestimmte Art und Weise der Männer, mich zu mustern, mich einzuschätzen und zu bewerten. Meist dauert es dann nur Sekunden und der erste traut sich: es folgt ein Pfiff oder, etwas seltener, dessen ultimative Steigerung: ein Ruf, der fast immer mit einem „Hey Süße/Baby/Kleine…“ beginnt.

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Mindestens 50% Frauen in allen grünen Landtagsfraktionen? Leider nicht überall!

„Die Hälfte der Macht den Frauen!“ – das fordern wir Grüne seit Gründung unserer Partei vor 35 Jahren. Besonders glaubwürdig sind und waren wir dabei stets, weil wir in der Partei vorleben, dass die Machtteilung funktioniert: dank quotierter Listen, dank Anwendung des Frauenstatutes bei der Besetzung von Gremien, dank der Doppelspitze. Doch gerade die quotierten Listen haben eine Tücke: sie gehen von einem Wahlrecht aus, bei dem die Abgeordneten streng nach Listenreihenfolge ins Parlament einziehen. Nicht auf jedes Wahlrecht trifft das aber zu. In Hamburg wurde gerade gewählt, in Bremen und Baden-Württemberg stehen in Kürze Wahlen an. Wie der Frauenanteil in den grünen Landtagsfraktionen danach jeweils aussieht, ist in diesen Ländern bislang leider vor allem Glückssache, denn die parteiinternen Instrumente zur Sicherstellung der Frauenquote greifen hier nicht!

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Gleichberechtigung: Ein haariges Thema

Erst vor kurzem bin ich wieder einmal bei einem Interview auf meine Haare angesprochen worden. Ob ich sie nicht doch lieber abschneiden lassen möchte. Warum sollen Männer denn keine langen Haare haben? Ernsthaft? Ist das immer noch ein Thema? Ja, leider. Auch für uns Männer.

Vielleicht kann ich daher ein bisschen erahnen, wie es ist auf Äußerlichkeiten (meine Haare) reduziert zu werden. Erst am Montag musste ich mir von Herrn Kubicki bei „Hart aber Fair“ wieder einen dummen Spruch anhören. Wie sich das für Frauen anfühlt, denen das permanent, abwertend und anzüglich passiert, kann ich natürlich nicht wissen. Dass es leider selbst nach drei großen und wichtigen Wellen der Frauenbewegung immer noch ein Thema ist, zeigen Umfragen: 55 Prozent der Frauen haben letztes Jahr angegeben, dass wir weiterhin in einer männlich dominierten Gesellschaft leben, in der Frauen immer wieder Erfahrungen mit Sexismus machen. Obwohl doch spätestens seit der #aufschrei-Debatte in der letzten männlichen Gehirnzelle endlich angekommen sein sollte, wie und wie oft Frauen im Alltag Sexismus ausgesetzt sind. Es ist wirklich frustrierend, dass wir zwei Jahre später dennoch nicht viel weiter sind. Wie Anne Wizorek am Montag erneut darlegen musste, wird erschreckenderweise dann auch noch versucht, den von Frauen erlebten Sexismus zu relativieren oder ihn gar als Kompliment umzudeuten.

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Frauen im Kulturbetrieb – wir brauchen Chancengleichheit

Aktuell ist das Thema „Gleichstellung von Frauen im Filmbereich“ durch die Berichterstattung rund um die ‘Berlinale’ in aller Munde. Aber die Frage ist doch: was bleibt, wenn am 15. Feburar das internationale Filmfestival zu Ende ist? Was wird aus den vollmundigen Lippenbekenntnissen von Minister*innen im Rampenlicht? Und warum redet eigentlich niemand über die Ungleichbehandlung von Frauen in den vielen anderen Kulturbranchen?

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Altersarmut hat viele Ursachen

Rentenreform von 2001 verstärkt Altersarmut

Schon heute beziehen eine halbe Million Menschen Grundsicherung im Alter. Aktuell hört mensch allseits: Die Altersarmut wird bald noch weiter zunehmen. Doch das ist nicht vom Himmel gefallen. Mit der Rentenreform von 2001 wurden die Weichen dafür gestellt, dass die Altersarmut bald noch weiter ansteigen wird.

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So nicht, liebe Julis! Bitte mehr Respekt für die Quote!

Der Vorsitzende der Jungen Liberalen echauffiert sich. Ihn regt das angekündigte 30-Prozent-Quötchen in Aufsichtsräten auf. Er meint: „Die Zeiten, in denen Frauen in Chefetagen als wirtschaftlich schwaches Geschlecht galten, sind längst vorüber.“ Deswegen bräuchte man keine Frauenförderung. Dabei hat selbst die CDU in ihrem erst auf dem Parteitag in Köln veröffentlichen Gleichstellungsbericht zugegeben, dass „ in den deutschen Dax-Unternehmen der Anteil von Frauen in den Vorständen sogar noch gesunken ist – von knapp 8 auf unter 6 Prozent. Frauen in Top-Positionen bleiben also eine Ausnahme.“ 6 Prozent! Eine verschwindende Minderheit und Ausdruck einer enormen Geschlechterungerechtigkeit, die immer noch in unserer Gesellschaft vorherrscht. Aber ein Mann regt sich natürlich über die Quote auf.

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