Gleichstellung

Toleranz ist gefährlich

Jedes Jahr am 16. November ist „Tag der Toleranz“. Und jedes Jahr verstehe ich wieder nicht, wie ein ursprünglich gut gemeinter Gedanke so standhaft einem so falschen Konzept aufsitzen kann.

Vor drei Jahren habe ich erklärt, warum Toleranz nicht das ist, wohin unsere Gesellschaft sich bewegen sollte. Ich habe erklärt, warum Toleranz die falsche Utopie ist. Toleranz impliziert eine Norm von der abgewichen werden kann: Eine Gruppe, die die Norm erfüllt, eine, die sie nicht erfüllt. Dadurch entsteht ein Mächteverhältnis. Die Einen tolerieren, die Anderen werden toleriert. Toleranz geht damit nicht weit genug. Nicht alle Menschen sind dabei gleichwertig. Akzeptanz und gegenseitiger Respekt für alle müssen das Ziel sein.

Inzwischen hat sich die Welt weitergedreht. Inzwischen ist mancherorts, so scheint es zumindest, nicht einmal mehr Toleranz das Ziel. Immer wieder werden Stimmen laut, man müsse diejenigen, die sogar die Toleranz vergessen haben, einfangen, zu ihnen zurück zu gehen und sie abzuholen. Ich bleibe felsenfest stehen wo ich vor drei Jahren schon stand: Toleranz ist die falsche Utopie. Sie ist sogar gefährlich. Das zeigt sich auch daran, wie derzeit immer fester an ihr gerüttelt wird. Vielleicht hat uns diese falsche Utopie der Toleranz sogar mit dorthin geführt, wo wir heute sind.

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Solidarisch gegen Sexismus und sexualisierte Gewalt

#metoo

#metoo stärkt die Solidarität zwischen Frauen, die Seite an Seite stehen und die männliche Übergriffe benennen. Das macht sie zu Verbündeten. Sie brechen Tabus, denn es ist schambesetzt und kostet viel Mut, über sexualisierte Gewalt und über persönliche Verletzungen zu berichten.

#metoo zeigt den Betroffenen: du bist nicht allein, sexuelle Belästigung und Diskriminierung sind keine Seltenheit und vor allem – sie sind nicht in Ordnung. Damit muss sich keine Frau abfinden.

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Fuck off, „Gender-Symposium“!

Seit mittlerweile fast zwei Jahren müssen wir uns in Stuttgart mit der „Demo für Alle“ herumplagen. In unregelmäßigen Abständen trifft sich hier eine gefährliche Mischung aus Homo-, Bi-, und Trans*phoben, Antifeminist*innen, evangelikalen Fundamentalist*innen und Rechtspopulist*innen. Von einem lächerlich kleinen Haufen haben sie sich im Laufe der Zeit zu einer Kundgebung mit zuletzt fast 5.000 Teilnehmenden gewandelt. Gleich geblieben sind ihre kruden, patriarchalischen Ansichten zu Familien- und Frauen*politik.

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Ein Menschenrecht: Sexuelle und reproduktive Gesundheit

Reproduktive Rechte von Geflüchteten und Sozialleistungsempfänger*innen stärken!

Jeder Mensch hat ein Recht auf Freiheit und Leben. Klar, dass dies ein zentrales Menschenrecht ist. Aber dass jeder Mensch auch das Recht auf ein erfülltes Sexualleben ohne Zwang und Gewalt, individuelle Familienplanung und den Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten hat, ist eher wenigen Leuten bekannt. Das Menschenrecht auf sexuelle und reproduktive Gesundheit ist bis heute nicht ausreichend verwirklicht. Immer im Dezember ist der Internationale Tag für Menschenrechte, aus diesem Anlass fragen wir: Wie steht es um die reproduktiven Rechten, insbesondere von Geflüchteten und Sozialleistungsempfänger*innen, in Deutschland und Europa? mehr lesen

Empowering women in the digital age

Was muss passieren, damit das Internet ein inklusiver, offener und feministischer Ort wird?

Die Digitale Revolution hat verändert wie wir kommunizieren, arbeiten und unsere Freizeit gestalten. Geht es allerdings um Gleichberechtigung und Inklusion, erweist sich das Internet als Spiegel einer patriarchalen Gesellschaft: Hass gegen Feminist*innen, Ausgrenzung von Menschen, die anders aussehen, anders lieben oder leben wollen. Das gilt es zu verändern. Mit feministischem Aktivismus. Strukturell. Durch politische Maßnahmen. Mein Bericht im Europäischen Parlament “Empowering women in the digital age” kann dazu einen Beitrag leisten.

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