Feminismus

Aktivistischer Countdown für Feminist*innen

Liebe Aktivist*innen,

ab jetzt seid ihr gefragt, denn in Berlin wird so einiges los sein! Am Samstag (16.09.) werden die christlich-fandamentalistischen Abtreibungsgegner*innen ihren Schweigemarsch mitten in Berlin begehen. Wir werden das zum Anlass nehmen, um auf die Straße zu gehen, laut zu sein und sexuelle Selbstbestimmung für alle Menschen einzufordern. Wir fordern einen legalen und sicheren Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen für alle schwangeren Personen. Außerdem stellen wir uns ganz klar gegen die traditionellen Rollen- und Familienbilder, welche die christlichen Fundis und ihre Freund*innen bei der AfD und CDU/CSU vertreten. Für uns ist klar, sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht, das wir stärker einfordern und verteidigen müssen.

Folgende Veranstaltungen und Aktionen im Rahmen der Mobilisierung gegen den Marsch der Abtreibungsgegner*innen können wir euch noch in diesen letzten Tagen empfehlen! Da ist für jede*n was dabei – von Protest-Feierei über Podiumsdiskussion.

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Feministisches Kampfjahr 2017 – Jetzt erst recht

2016 war hart. Sehr hart. Wir alle haben durchgeatmet, als es endlich zu Ende ging. Und jetzt ist 2017. Wir müssen darum kämpfen, dass es wieder besser wird.

Brexit, Trump, Wahlerfolge der AfD, Krieg in Syrien, Umbrüche in der Türkei, tausende Tote an den europäischen Außengrenzen: Wir blicken auf ein Jahr zurück, das uns geprägt hat. Politisch und menschlich.

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Juckt´s eigentlich wen?

Antonio Tajani ist seit gestern der Präsident des Europäischen Parlaments.

Zusammen mit Rechtsextremen und fundamentalistischen Christ*innen hat der italienische Konservative einen Aufruf unterstützt, der sich gegen das sexuelle Selbstbestimmungsrecht und jede Familienform außerhalb der bürgerlichen heterosexuellen Kernfamilie ausspricht.

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Das Imperium schlägt zurück: Eine Hommage

Nach dem Wahlsieg von Donald Trump ist es einmal mehr dunkler geworden. Dunkler im Kampf für gleiche Rechte und eine offene Gesellschaft. Dunkler für uns alle, die wir dachten, dass wir doch eigentlich auf einem guten Weg sind (auch wenn es uns viel zu langsam geht). Der Backlash hat am 9. November noch mal an Durchschlagkraft gewonnen. Trump und seine Armee der alten weißen Männer steht bereit das Patriachat zu verteidigen. Aber: Wir werden uns nicht unterkriegen lassen. Wir werden nicht in eine Schockstarre verfallen. Denn eins haben uns die polnischen Frauen dieses Jahr gezeigt: Es lohnt sich zu kämpfen! Deshalb gerade jetzt eine Hommage an die Polnischen Frauen:

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Danke für nichts.



Lange habe ich mich, wie alle Frauen in meinem Umfeld, für eine Verschärfung des Sexualstrafrechts engagiert. Wir waren auf Demos, haben uns in Debatten eingebracht, Reden gehalten, Texte geschrieben. Gestern war es endlich soweit. Endlich wurde das Sexualstrafrecht novelliert. Endlich wurde das langersehnte „nein heißt nein“ im Sexualstrafrecht festgeschrieben. Ein Erfolg mag man denken.
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„Nein heißt Nein“ wird endlich Gesetz

Heute hat der Bundestag die umfassende Reform des Sexualstrafrechts verabschiedet. Der Grundsatz „Nein heißt Nein“ wird im neu gefassten § 177 StGB endlich umgesetzt. Das bedeutet, dass ein für den Täter erkennbares „Nein“ – egal ob es verbal oder konkludent (durch schlüssiges Verhalten) vom Opfer zum Ausdruck gebracht wird – für eine Bestrafung ausreicht. Das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung muss nicht mehr aktiv verteidigt werden. Jede nicht einvernehmliche sexuelle Handlung ist strafbar. Damit werden endlich gravierende Schutzlücken im bisherigen Sexualstrafrecht geschlossen und die Vorgaben der EU-Istanbul-Konvention umgesetzt. Das ist ein Meilenstein für Frauen im Kampf gegen sexualisierte Gewalt und für sexuelle Selbstbestimmung.

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