Bildungsplan BaWü

Fuck off, „Gender-Symposium“!

Seit mittlerweile fast zwei Jahren müssen wir uns in Stuttgart mit der „Demo für Alle“ herumplagen. In unregelmäßigen Abständen trifft sich hier eine gefährliche Mischung aus Homo-, Bi-, und Trans*phoben, Antifeminist*innen, evangelikalen Fundamentalist*innen und Rechtspopulist*innen. Von einem lächerlich kleinen Haufen haben sie sich im Laufe der Zeit zu einer Kundgebung mit zuletzt fast 5.000 Teilnehmenden gewandelt. Gleich geblieben sind ihre kruden, patriarchalischen Ansichten zu Familien- und Frauen*politik.

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Grußwort zum “Marsch für das Leben”

Am 19. September 2015 findet in Berlin wieder der sogenannte „Marsch für das Leben“ statt. Der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck wurde für ein Grußwort angefragt. Der Bitte kommt er gerne nach und wir veröffentlichen dieses hier vorab.

Marsch für das Leben Einladung

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5 Gründe, warum der Papst kein Grüner ist

Der Papst hat eine Öko-Enzyklika veröffentlicht, in der er sich für Klimaschutz ausspricht. Auf der Website der Grünen wird dazu kommentiert:„5 Gründe, warum der Papst ein Grüner ist“ und sein Einsatz für Klimaschutz hervor gehoben.1 Sich nur die Klimarosinen rauspicken und den Rest unerwähnt lassen, geht nicht! Der Papst ist kein Grüner, egal ob er Klimawandel, Fischsterben und Ausbeutung von Textilarbeiter*innen kritisiert.

5 Gründe, warum der Papst kein Grüner ist

1. Der Papst ist gegen körperliche Selbstbestimmung. Schwangerschaftsabbrüche, egal unter welchen Umständen, sind für den Vatikan ein No-Go. In der Enzyklika heißt es, Schwangerschaftsabbrüche seien nicht mit Umweltschutz vereinbar (ja, wirklich!).

Marsch für das Leben 2013, Berlin, CC BY-NC-ND 2.0 daveshine

Abtreibungsverbote töten Schwangere. CC BY-NC-ND 2.0 daveshine

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Die Privilegien der Ehe am Beispiel der Adoption

Im Februar 2013 hat das Bundesverfassungsgericht deutlich gemacht, dass ein Verbot der Sukzessivadoption für Menschen in eingetragenen Lebenspartner*innenschaften verfassungswidrig ist. Seit Juni 2014 dürfen nun auch Lebenspartner*innen das bereits von der*dem Partner*in adoptierte Kind adoptieren.1 Weiterhin ist es ihnen jedoch nicht erlaubt sich gemeinsam für eine Adoption zu bewerben und ein Kind zu adoptieren (Fremdadoption) (Queer.de 2014).

In Deutschland wurde die Ausweitung des Adoptionsrechts immer wieder gefordert und viel diskutiert. Doch die Gegner*innen wollen die traditionelle Ehe und Vater-Mutter-Kind-Familie verteidigen. Auch die Demonstrationen gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg wurden und werden vielfach zum Anlass genommen gegen Regenbogenfamilien zu hetzen.

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Tausend Kreuze in die Spree – Warum wir die AfD nicht als “eurokritisch” verharmlosen sollten

Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung - Demo-Poster 2014

Poster Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung für Kundgebung 2014

Bei dem sogenannten ‚Marsch für das Leben‘ [früher ‘1000 Kreuze für das Leben’] in Berlin demonstrieren jährlich immer mehr Menschen für ein Abtreibungsverbot und gegen das Selbstbestimmungsrecht der Frauen. Es sind vor allem evangelikale Gruppen, die die Demonstration organisieren und bewerben [mehr zu den Evangelikalen und ihrem wachsenden Einfluss zeigt eine ARD-Doku, nach deren Ausstrahlung der Sender mit einem Shit-Storm überzogen wurde]. Unterstützt werden sie dabei von ganz oben – und damit ist keine überirdische Macht gemeint, sondern die Grußworte der letzten Jahre von Bundesminister*innen und anderen Unionspolitiker*innen sowie Kirchenoberen. Dieser Marsch für Intoleranz hat beispielsweise auch 2010 organisatorische Unterstützung der Katholischen Kirche in Berlin erhalten. mehr lesen

LSBTTIQ im Ländle

Wirkliche Rechte für LSBTTIQ?

Fast 60 Jahre lang herrschten in Baden-Württemberg klare Verhältnisse. „Da war unsere Welt noch in Ordnung“, wie einer meiner Nachbarn zu sagen pflegt. Die CDU stellte als stärkste Fraktion den Ministerpräsidenten und regierte mal alleine mit einer absoluten Mehrheit, mal in einer Koalition mit der SPD oder der FDP. „Hier kann man einen Besenstil als Kandidaten aufstellen, solange er ein Schild ‚CDU‘ umhängen hat, wird er gewählt werden“, hieß es oft scherzhaft und resigniert zugleich. Die einzige mögliche Veränderung, die sich ganz Verwegene für die ferne Zukunft einmal vorstellen konnten, war eine schwarz-grüne Koalition.

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