Aufbruch

Klartext von der Insel

Laurie Penny auf Lesereise in Deutschland

Köln an einem Donnerstagabend um neun. Ein lange Schlange, meist junges Volk, steht vor einem Nachtclub und wartet geduldig. Tanzwütig sind sie heute nicht, aber wissbegierig. Sie wollen sich erklären lassen, wie Feminismus heute so geht.

Ein Meter fünfzig am laufenden Meter ist die kleine Person aus Britanien, spricht mit mädchenhafter Stimme und will so gar nicht dem Klischee einer jungen zornigen Frau entsprechen, die sich jetzt mal das Patriarchat vorknöpft. Ihr gerade erschienenes Buch `Unsagbare Dinge – Sex, Lügen und Revolution´ ist eine Abrechnung mit der Entsolidarisierung, dem Kapitalismus, der männlichen Vorherrschaft und dem Sexismus. Ihr Anliegen trägt sie in einem hohen Tempo vor, die Moderatorin kann ihrem Parforceritt über Queerbewegung, bedingungsloses Grundeinkommen, die Bemächtigung des eigenen Körpers, schlechte Rollenklischees und guten Sex nicht folgen. Unterbrochen durch ein kindliches, glockenklares Lachen haut sie Sätze raus, die es in sich haben:

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Wortwechsel #4

Liebe Gesine, liebe Mareike!

Also wenn mich Günther Jauch fragen würde ob ich Feministin bin, wäre die Antwort “Aber ja doch, was könnte ich sonst sein?”

Feminismus ist für mich eine Bürgerrechtsbewegung mit dem Ziel, politische, rechtliche und strukturelle Benachteiligungen von Frauen gegenüber Männern abzubauen bzw. abzuschaffen. Ausgehend vom Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes sehen wir doch, dass die Bedingungen für Frauen und Männer in dieser Gesellschaft eben nicht gleich sind. Die gesellschaftliche Erwartung und Konvention geht teilweise immer noch von der Alleinverdiener-Ehe aus. Davon dass Frauen Kinder kriegen und Männer Karriere machen.

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Still loving feminism – ein neuer Aufbruch für den Grünen Feminismus!

Heute berichtet der SPIEGEL über den Anspruch Grüner Feministinnen, frauenpolitische Forderungen nicht zurückzudrehen. Wir finden: Zu unseren Wurzeln gehört ganz klar der Feminismus. So wichtig die Energiewende ist, für die Identität der Grünen ist es zentral, Motor beim Thema Gleichstellung zu sein. Der SPIEGEL bezieht sich dabei auf dieses Papier von Katja Dörner, Gesine Agena, Renate Künast, Ulle Schauws, Brigitte Lösch, Theresa Kalmer, Ska Keller und Mona Neubauer: Still loving feminism – ein neuer Aufbruch für den Grünen Feminismus! Darin benennen wir in erster Linie Themen, die aus unserer Sicht in nächster Zeit dringend aus feministischer Perspektive diskutiert werden sollten und laden zum Dialog darüber ein.

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