Wir müssen mal reden.

Über Feminismus. Unsere Rechte. In jedem Lebensbereich.
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Denn es geht hier um dein Leben. Deine Gesellschaft.

TRANS DAY OF VISIBILITY 2017 – Jetzt rede ich!

Liebe Cis-Personen,
manchmal könnt ihr ganz schön anstrengend sein mit eurer Neugier, vielen Fragen oder langen Diskussionen darüber, wer und was sich jetzt eigentlich Mann und Frau nennen darf. Neugier und Interesse gibt uns aber auch die Chance ein wenig mehr Aufklärung für unsere Community zu betreiben.

Für viele ist das nicht neu, aber kleine Erinnerungen haben ja bekanntlich noch nie geschadet – deswegen habe ich hier eine kleine Liste mit Dingen, die ich euch gerne mitgeben möchte:

NATÜRLICHKEIT
„Trans*personen sind wider die Natur!“ Argh. Was ist mit deinen industriell gefertigten Klamotten oder deiner Plastikflasche: Sind die natürlich? Nein, im Ernst: Das landläufige Konzept von Geschlecht, das Menschen in (geborene) Männer und Frauen einteilt, ist unterkomplex. Wer hier mit Natürlichkeit und Widernatürlichkeit argumentiert, sollte sich schlicht einmal mit verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven auseinandersetzen. Auch die Biologie, die für solche rückwärtsgewandten Argumentationen manchmal herhalten muss, kennt mehr Kategorien als Mann und Frau und zeigt uns, dass Geschlecht aus vielen Ebenen besteht. Das genetisch-chromosomale Geschlecht ist eine Kategorie, das hormonelle eine andere und auch neurologisch (it’s all about the brains) umfasst ein weites geschlechtliches Spektrum. Auch wer sich mit kritischen soziologischen oder kulturwissenschaftlichen Ansätzen auseinandersetzt: Die Ordnung Mann-Frau ist keinesfalls gottgegeben, sondern gesellschaftlich konstruiert.

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„Mein Bauch gehört mir“? Von wegen!

Generationen von Feminist*innen haben für die Reform des § 218 gekämpft – heutzutage scheint es andere, dringendere Themen zu geben. Doch auch in Deutschland zeichnet sich ein Rollback in Sachen Schwangerschaftsabbruch und Selbstbestimmungsrecht der Frau ab.

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Liebe SPD, mit Grundrechten spielt man nicht!

Ich bin es leid. Die letzten Jahre habe ich euch immer wieder verteidigt, wenn sich in meinem Umfeld Menschen darüber aufgeregt haben, dass ihr die Gleichberechtigung nicht heterosexueller Menschen verhindert. Mit Geduld habe ich darauf hingewiesen, dass der politische Gegner der rechte Rand der CDU ist und, falls sich die große befürwortende Mehrheit jetzt auf die SPD einschießt, sich nur eben diese rechten Hardliner*innen der CDU ins Fäustchen lachen.

Zwei Hände, die sich halten

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Feminismus heißt auch heute noch Widerstand

Überarbeitete Rede der Demo zum Frauen*kampftag am 8. März 2017 in Berlin.

 

Liebe Freund*innen, liebe Mitstreiter*innen

ich freue mich, hier heute diese Rede halten zu können, aber noch mehr freue ich mich über jede*n von euch. Denn jede Person, die gerade hier demonstriert, ist ein Dorn im Auge von Beatrix von Storch, Björn Höcke und Frauke Petry. Jede*r von euch, die hier heute für gleiche Rechte streitet, ist eine Provokation für das reaktionäre, menschenverachtende Familien- und Frauenbild der Alternative für Deutschland und der Neuen Rechten.

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Jeder Tag muss #Frauenkampftag sein

Heute ist mal wieder Internationaler Frauentag. Jedes Jahr an diesem Tag – und auch am equal pay day – bekennen sich gefühlt fast alle zu Gleichberechtigung. Jedes Jahr fühle ich mich schlicht verarscht.

Denn jeden Tag werden statt junger Frauen junge Männer eingestellt, weil die fast nie nicht schwanger werden. Frauen wird weniger Geld zu bezahlt als Männern, auch wenn sie die gleiche oder gleichwertige Arbeit machen. Jeden Tag werden Vorstände und Aufsichtsräte nicht zur Hälfte mit Frauen besetzt. Jeden Tag stellt irgendwo ein Mann fest, dass ihm das mit dem Baby zu viel wird und eine junge Frau bleibt alleine mit ihrem Kind zurück. Jeden Tag entscheiden sich Männer, dass ihre eigene Karriere wichtiger ist, als die ihrer Frau oder Freundin, die sich dann aber „ganz freiwillig“ um die Kinder kümmert. Jeden Tag haben Frauen bei der Rente 40 Prozent weniger Geld zur Verfügung, als die Männer ihrer Generation. Jeden Tag reproduzieren Reporter*innen und Moderator*innen in Radio und Fersehen sexistische Geschlechterrollenklischees. Jeden Tag lernen Schulkinder über die großartigen Männer der Geschichte während die Frauen längst vergessen wurden.

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Blackout – Wie es ist, unfreiwillig Drogen in den Drink zu bekommen

Sonntagmittag, in Berlin nicht die schlechteste Zeit, um noch ein bisschen tanzen zu gehen. Wir verschmähen die Sonne, weil rollende Bässe im Techno-Club unserer Wahl locken. Die Tür passiert, die (Vor-)Freude ungebremst, die Musik dröhnt. Ich war schon oft hier, hatte gute Tage und Nächte. Dieses Mal wird es ein kurzer Aufenthalt werden. Und erstmals ein verstörender für mich.

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