Zum Heulen

Hört auf damit!

Lange hatte ich mit Feminismus nicht viel am Hut. Ich wusste gar nicht, was das ist. Klar bekam ich mit, dass vor allem Männer mir die Tür aufhielten, auf den Arsch hauten, doofe Kommentare abließen. Aber was war dabei? Es gehörte halt zu meinem Leben. So, wie es zu dem Leben meiner Freundinnen gehörte.

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Was mich müde macht

Als ich von diesem neuen Blog gelesen habe, grün und feministisch, da dachte ich: geil. Ich werde einen geistreichen, satirischen Text schreiben. Wütend und klug und humorvoll. Und ich werde erzählen von den kleinen Sexismen des Alltags, die ich mithilfe meines scharfen Verstandes tagein, tagaus als solche entlarve.
Stark werde ich mich fühlen und frei.
Aber dann gibt es so Wochen, da scheinen sie sich zu häufen diese kleinen Sexismen zu einer Art Gesamteindruck.
Und dann bin ich manchmal zu müde, um humorvoll und wütend zu sein.

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Vive la Tussiphobie!

Oder: Warum Wortverdrehungen auch keine Lösung sind

Ach, Menno. Schon wieder ein Buch, das ich nicht lesen werde. Und dazu noch ein kämpferisches und nett in der Schreibe. Es hat so einen herrlichen Titel. „Tussikratie: Warum Frauen nichts falsch und Männer nichts richtig machen können“. Die Autorinnen, Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling, sind – wie könnte es auch anders sein – Journalistinnen. Sie wissen, dass spritzige Titel, die zum Widerspruch reizen, gerade im Trend sind. Und sie wissen auch, dass ihre mutmaßlichen LeserInnen sich gerne aufregen und dann in dieses Internetz reinschreiben. So wie ich jetzt. Trotzdem habe ich so mein Problem mit dem Schwarz-Weiß-Spiel und auch der Umwidmung von Begriffen mit unlauteren Mitteln.

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Nicht Trolle, sondern hate speech

Was Hass im Netz mit gesellschaftlichen Strukturen zu tun hat

Trolle – damit sind im Netz Personen gemeint, die gezielt und immer wieder konstruktive Diskussionen in Kommentarspalten von Blogs stören und verhindern. Oft passiert dies zum Beispiel durch Nonsens-Fragen oder Bemerkungen, die von der eigentlichen Diskussion ablenken und den Blogeintrag und die darunter geführte Diskussion lächerlich machen. Im Zusammenhang mit vielen Kommentaren in feministischen und antirassistischen Netzkontexten passt der Begriff „Troll“ und dessen Bedeutung nicht. Vielmehr muss hier von hate speech und gezielten, gewaltvollen Beschimpfungen und Diskriminierungen gesprochen werden, um die Heftigkeit und Bandbreite von Hasskommentaren zu benennen und zu erfassen, mit denen sich Blogger_innen täglich auseinandersetzen müssen.

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LSBTTIQ im Ländle

Wirkliche Rechte für LSBTTIQ?

Fast 60 Jahre lang herrschten in Baden-Württemberg klare Verhältnisse. „Da war unsere Welt noch in Ordnung“, wie einer meiner Nachbarn zu sagen pflegt. Die CDU stellte als stärkste Fraktion den Ministerpräsidenten und regierte mal alleine mit einer absoluten Mehrheit, mal in einer Koalition mit der SPD oder der FDP. „Hier kann man einen Besenstil als Kandidaten aufstellen, solange er ein Schild ‚CDU‘ umhängen hat, wird er gewählt werden“, hieß es oft scherzhaft und resigniert zugleich. Die einzige mögliche Veränderung, die sich ganz Verwegene für die ferne Zukunft einmal vorstellen konnten, war eine schwarz-grüne Koalition.

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Hilfe, ich bin unsichtbar!

Oder: warum ich das neue Buch von Bascha Mika nicht lesen werde

Ich bin ja eigentlich Fan der ehemaligen taz-Chefredakteurin und jetzigen FAZ-Chefin. Wenn ich sie beim Presseclub oder in anderen illustren Runden höre, kann ich mich meistens ihren Analysen anschließen. Leider kann ich das von ihren Büchern nicht behaupten. Nein, ich kauf das nicht: ‚Mutprobe. Frauen und das höllische Spiel mit dem Älterwerden‘. So heißt ihr neues Werk und es will mir glauben machen, dass Frauen ab 40 einem Verschwindefluch unterliegen. Sie werden für die Gesellschaft einfach unsichtbar.

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