Author - Frau_Holofernes

XY ungelöst

Eine kleine Geschichte von der Doppel-X-Homolobby

Sex in dem keine Männer vorkommen, wird ja eher unterschätzt. Dabei haben ziemlich viele Frauen, Sex bei dem kein Mann stört. Also jedenfalls schon mal die geschätzten 10 Prozent der Lesben, die kein Problem mit dem bösen L-Wort haben und dann die, die Frauen lieben, aber es lieber irgendwie anders nennen, ohne das böse Wort. Und die, die finden, dass sie kein Etikett brauchen, dass ihre Persönlichkeit nicht auf ein Wort eingedampft werden kann und dass sie generell nicht nur auf Bettgeschichten reduziert werden wollen.

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Feierfreudige Emanzen

Karneval 2016: Edition nach #Kölnhbf

Karneval Köln 2016, Foto: Judith Hasselmann

Foto: Judith Hasselmann

Mir losse uns nit dran fummele

Vor Karneval treibt die Karnevalistin ja immer sehr viele Fragen um. Das zentrale Problem stellt dabei die Kostümfrage dar. Die gut vorbereiteten Jecken treffen sich um den 11.11. des Vorjahres herum und machen sich kollektiv Gedanken über ihre geplante Verwandlung an den tollen Tagen. Aber es soll Frauen geben, die sich ganz alleine über angemessene Kostümierung Gedanken machen müssen.

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Klartext von der Insel

Laurie Penny auf Lesereise in Deutschland

Köln an einem Donnerstagabend um neun. Ein lange Schlange, meist junges Volk, steht vor einem Nachtclub und wartet geduldig. Tanzwütig sind sie heute nicht, aber wissbegierig. Sie wollen sich erklären lassen, wie Feminismus heute so geht.

Ein Meter fünfzig am laufenden Meter ist die kleine Person aus Britanien, spricht mit mädchenhafter Stimme und will so gar nicht dem Klischee einer jungen zornigen Frau entsprechen, die sich jetzt mal das Patriarchat vorknöpft. Ihr gerade erschienenes Buch `Unsagbare Dinge – Sex, Lügen und Revolution´ ist eine Abrechnung mit der Entsolidarisierung, dem Kapitalismus, der männlichen Vorherrschaft und dem Sexismus. Ihr Anliegen trägt sie in einem hohen Tempo vor, die Moderatorin kann ihrem Parforceritt über Queerbewegung, bedingungsloses Grundeinkommen, die Bemächtigung des eigenen Körpers, schlechte Rollenklischees und guten Sex nicht folgen. Unterbrochen durch ein kindliches, glockenklares Lachen haut sie Sätze raus, die es in sich haben:

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Vive la Tussiphobie!

Oder: Warum Wortverdrehungen auch keine Lösung sind

Ach, Menno. Schon wieder ein Buch, das ich nicht lesen werde. Und dazu noch ein kämpferisches und nett in der Schreibe. Es hat so einen herrlichen Titel. „Tussikratie: Warum Frauen nichts falsch und Männer nichts richtig machen können“. Die Autorinnen, Theresa Bäuerlein und Friederike Knüpling, sind – wie könnte es auch anders sein – Journalistinnen. Sie wissen, dass spritzige Titel, die zum Widerspruch reizen, gerade im Trend sind. Und sie wissen auch, dass ihre mutmaßlichen LeserInnen sich gerne aufregen und dann in dieses Internetz reinschreiben. So wie ich jetzt. Trotzdem habe ich so mein Problem mit dem Schwarz-Weiß-Spiel und auch der Umwidmung von Begriffen mit unlauteren Mitteln.

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Hilfe, ich bin unsichtbar!

Oder: warum ich das neue Buch von Bascha Mika nicht lesen werde

Ich bin ja eigentlich Fan der ehemaligen taz-Chefredakteurin und jetzigen FAZ-Chefin. Wenn ich sie beim Presseclub oder in anderen illustren Runden höre, kann ich mich meistens ihren Analysen anschließen. Leider kann ich das von ihren Büchern nicht behaupten. Nein, ich kauf das nicht: ‚Mutprobe. Frauen und das höllische Spiel mit dem Älterwerden‘. So heißt ihr neues Werk und es will mir glauben machen, dass Frauen ab 40 einem Verschwindefluch unterliegen. Sie werden für die Gesellschaft einfach unsichtbar.

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