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Seitdem geht es mir gut

Bericht über einen Schwangerschaftsabbruch

Abtreibungsgegner behaupten oft, Menschen gehe es immer schlecht nach einer Abtreibung. Das muss nicht so sein, zeigt auch ein Bericht unserer Gastautorin Theresa Lehmann.

 

Der Test zeigte zwei Striche an und ich beobachtete diese erstmal ungläubig. Es blieb still. Ich ging erstmal duschen. Zwei Striche. Schwanger. Ich wusste, was zutun war. Abtreibung. Eine Befremdung gegenüber meinem Körper beschlich mich. Der gehört nur mir. Was jetzt passieren würde, wusste ich schon lange bevor ich mit dieser Situation konfrontiert wurde. Ich wollte keine Kinder. Nicht jetzt, während dem Studium, vielleicht nie.

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„Mein Bauch gehört mir“? Von wegen!

Generationen von Feminist*innen haben für die Reform des § 218 gekämpft – heutzutage scheint es andere, dringendere Themen zu geben. Doch auch in Deutschland zeichnet sich ein Rollback in Sachen Schwangerschaftsabbruch und Selbstbestimmungsrecht der Frau ab.

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Liebe Carolin Emcke… – Ein Dankesbrief

Es gibt so viele Hassnachrichten. Warum nicht mal einen Dankesbrief schreiben?

 

Liebe Carolin Emcke,

ich wollte Ihnen eigentlich schon vor einem Jahr schreiben. Da habe ich Ihr Buch „Wie wir begehren“ gelesen und ich wollte mich dafür bedanken, dass Sie dieses Buch geschrieben haben und Ihnen mitteilen, wie viel es mir bedeutete. Aber dann konnte ich keine Kontaktdaten finden und so habe ich die Idee verworfen, mit der Vermutung im Hinterkopf, dass Sie, weil Sie so großartige Arbeit machen, wahrscheinlich so oft positives Feedback bekommen, dass meine Nachricht gar nicht aufgefallen und ohnehin nichts Neues für Sie wäre.

Heute habe ich in dem Interview, das Sie dem Deutschlandradio auf der Frankfurter Buchmesse gegeben haben, gehört, dass Sie seitdem „Gegen den Hass“ erschienen ist, viel Hasspost erreicht. Wenn hasserfüllte Menschen das können, irgendwo einen Brief hinschicken und der erreicht Sie, dann kann ich das auch und wenn hasserfüllte Menschen das machen, ihren Hass hemmungslos gegen Sie richten, dann möchte ich das Gegenteil tun und wenn ich damit nur eine von vielen bin, die – besonders in den vergangen Tagen und Wochen – einmal mehr Ihre Arbeit lobt, dann ist das ein gutes Zeichen. Eines dafür, dass wir viele sind, die dem Hass etwas entgegen setzen wollen. mehr lesen

Sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht. Keep your Morality out of my Vagina.

Ja, zugegebenermaßen sind gerade keine rosigen Zeiten – AfD, „Besorgte Eltern“, „Demo für Alle“ und nicht zuletzt die so genannten „Lebensschützer*innen“ – machen uns das Leben nicht gerade schöner. Gemeinsam ziehen sie an einem Strang, den ich hier mal Rollback nenne. Allen, die nicht mit ihnen die Uhr zurückdrehen wollen, attestieren sie die Diagnose „Genderwahn“. Nächsten Samstag am 17. September ist es wieder soweit. Christliche Fundis und alle, die sich ihren absurden Forderungen anschließen, versammeln sich zu ihrem Schweigemarsch in Berlin. Hier demonstrieren sie gegen das Recht auf einen legalen Schwangerschaftsabbruch. Wir halten dagegen, denn sexuelle Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht.

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Sieben Jahre später ist das schlechte Gewissen weg

Bericht über einen Schwangerschaftsabbruch

Schwangerschaftsabbruch als Teenager. Jahre später weiß unsere Gastautorin: Das war die richtige Entscheidung.

 

Ich war 14, er war 19. Wir benutzen ein Kondom. Es riss. Am nächsten Morgen ging ich zum Arzt und ließ mir die “Pille danach” verschreiben. Als ich meine Periode nicht bekam und mich merkwürdig fühlte, kaufte ich mir einen Test: positiv. Ich kaufte mir noch einen. Wieder positiv. Zuerst erzählte ich ihm davon, dass ich schwanger sei. Ich hörte danach nie wieder etwas von ihm.

Mir war klar, dass ich abtreiben musste.

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Vor 25 Jahren habe ich abgetrieben

Bericht über einen Schwangerschaftsabbruch

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Es geht auch darum Glück zu schenken, nicht einfach nur Leben, findet unsere anonyme Gastautorin.

 

Ich hatte gerade mein Studium abgebrochen und eine körperbetonte Ausbildung angefangen. Ich wollte endlich auf eigenen Füßen stehen, selber Geld verdienen. Und plötzlich schwanger, das geht ja alles gar nicht zusammen. Mist, dachte ich, du hast einen Fehler gemacht. Bis mein damaliger Freund meinte: Nein, wir! Zwar liebte ich ihn – nicht nur für diese Aussage -, konnte ihn mir aber nicht als Vater vorstellen, da er einfach unzuverlässig war. Ich selbst wusste, dass ich Kinder liebe und selbst mal welche haben wollte – aber nicht jetzt. Schwanger sein fühlte sich damals einfach falsch an.

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