Archiv - 14. September 2017

Alle Jahre wieder: Fundis den Marsch blasen – Sexuelle Selbstbestimmung verteidigen

Sie kämpfen gegen „Gender-Ideologie“ und „Homo-Ehen“. Schwangerschaftsabbrüche sind für sie „Mord“. Am 16. September findet in Berlin wieder der „Marsch für das Leben“ statt. Die Zahl der Teilnehmenden wird immer größer. Sie behaupten „Ja zu jedem Kind“ zu sagen. Eigentlich sagen sie aber „Nein“. Sie sagen „Nein“ zu dem Recht, selbst über den eigenen Körper und das eigene Leben bestimmen zu können – immer, auch in der Schwangerschaft.

“In dieser Gesellschaft haben immer noch nicht alle verstanden, dass unsere Bäuche nur uns gehören.”, schreibt Rhea Niggemann

 

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Marsch für das Leben? Nein Danke.

2015 wurde Volker Beck vom Marsch für das Leben um ein Grußwort gebeten. Das Grußwort sorgte allerdings für wenig Freude bei den Veranstaltern. In diesem Jahr gab es wieder eine Einladung – und auch eine Antwort, die wir hier veröffentlichen.

Einladung zum Marsch für das Leben an Volker Beck.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie haben mich eingeladen, Ihren sogenannten „Marsch für das Leben“ zu unterstützen. Vielen Dank für Ihr Schreiben.

Ich werde an Ihrem Marsch – wie auch in den vergangen Jahren – nicht teilnehmen, sende Ihnen aber gern dieses Grußwort verbunden mit der Unterstützung für die Anliegen  des Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung und einem klarem Bekenntnis zur Würde und zum Recht auf Leben eines jeden Menschen.

Menschliches Leben vor Angriffen im Namen von Nützlichkeitsüberlegungen schützen ist wichtig, gerade wenn wir über PID oder Sterbehilfe diskutieren. Jeder Mensch ist gleich wertvoll, hat gleiche Würde und gleiche Rechte und jedes Leben den gleichen Anspruch auf Schutz. Ich setze mich daher ein für die Rechte von Sterbenden, von Schwangeren und von Kindern – an der Seite von zahlreichen Feminist*innen, die gegen Ihren Marsch auf die Straße gehen werden. mehr lesen

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