Archiv - 31. März 2017

TRANS DAY OF VISIBILITY 2017 – Jetzt rede ich!

Liebe Cis-Personen,
manchmal könnt ihr ganz schön anstrengend sein mit eurer Neugier, vielen Fragen oder langen Diskussionen darüber, wer und was sich jetzt eigentlich Mann und Frau nennen darf. Neugier und Interesse gibt uns aber auch die Chance ein wenig mehr Aufklärung für unsere Community zu betreiben.

Für viele ist das nicht neu, aber kleine Erinnerungen haben ja bekanntlich noch nie geschadet – deswegen habe ich hier eine kleine Liste mit Dingen, die ich euch gerne mitgeben möchte:

NATÜRLICHKEIT
„Trans*personen sind wider die Natur!“ Argh. Was ist mit deinen industriell gefertigten Klamotten oder deiner Plastikflasche: Sind die natürlich? Nein, im Ernst: Das landläufige Konzept von Geschlecht, das Menschen in (geborene) Männer und Frauen einteilt, ist unterkomplex. Wer hier mit Natürlichkeit und Widernatürlichkeit argumentiert, sollte sich schlicht einmal mit verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven auseinandersetzen. Auch die Biologie, die für solche rückwärtsgewandten Argumentationen manchmal herhalten muss, kennt mehr Kategorien als Mann und Frau und zeigt uns, dass Geschlecht aus vielen Ebenen besteht. Das genetisch-chromosomale Geschlecht ist eine Kategorie, das hormonelle eine andere und auch neurologisch (it’s all about the brains) umfasst ein weites geschlechtliches Spektrum. Auch wer sich mit kritischen soziologischen oder kulturwissenschaftlichen Ansätzen auseinandersetzt: Die Ordnung Mann-Frau ist keinesfalls gottgegeben, sondern gesellschaftlich konstruiert.

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