Archiv - Juni 2015

Wo sind hier die Lesben: Lesbische (Un)Sichtbarkeit?!?

Die CSD-Saison ist in vollem Gange und wälzt sich auf einen ihrer Höhepunkte zu: den queeren Karneval in Köln. Neben dem derzeit alles beherrschenden Thema der „Ehe für alle“, stehen insbesondere die Themen Vielfalt in der Bildung und Vielfalt als Gesellschaftsmodell im Mittelpunkt. Doch wieviel Vielfalt steckt eigentlich in der LSBTI- oder LSBTIQA-Community? Mal abgesehen davon, dass die meisten Menschen außerhalb der Community nicht viel mit dem „Buchstabensalat“ anfangen können, wie sichtbar sind Lesben, Schwule, Bi, Trans*, Intersexuelle, Queere oder Asexuelle im Rahmen der öffentlichkeitswirksamen CSDs und generell in der Community und ihrer Außenwirkung?

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Ein Jahr Grün ist Lila

Grün ist Lila ist nun schon ein Jahr alt! Hurraaa!

Wir freuen uns sehr, dass wir mit vielen Themen und tollen Bloggerinnen und Bloggern auf ein Jahr Grün ist Lila zurückschauen können: Das sind die Themen, die uns bewegen!

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5 Gründe, warum der Papst kein Grüner ist

Der Papst hat eine Öko-Enzyklika veröffentlicht, in der er sich für Klimaschutz ausspricht. Auf der Website der Grünen wird dazu kommentiert:„5 Gründe, warum der Papst ein Grüner ist“ und sein Einsatz für Klimaschutz hervor gehoben.1 Sich nur die Klimarosinen rauspicken und den Rest unerwähnt lassen, geht nicht! Der Papst ist kein Grüner, egal ob er Klimawandel, Fischsterben und Ausbeutung von Textilarbeiter*innen kritisiert.

5 Gründe, warum der Papst kein Grüner ist

1. Der Papst ist gegen körperliche Selbstbestimmung. Schwangerschaftsabbrüche, egal unter welchen Umständen, sind für den Vatikan ein No-Go. In der Enzyklika heißt es, Schwangerschaftsabbrüche seien nicht mit Umweltschutz vereinbar (ja, wirklich!).

Marsch für das Leben 2013, Berlin, CC BY-NC-ND 2.0 daveshine

Abtreibungsverbote töten Schwangere. CC BY-NC-ND 2.0 daveshine

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Klartext von der Insel

Laurie Penny auf Lesereise in Deutschland

Köln an einem Donnerstagabend um neun. Ein lange Schlange, meist junges Volk, steht vor einem Nachtclub und wartet geduldig. Tanzwütig sind sie heute nicht, aber wissbegierig. Sie wollen sich erklären lassen, wie Feminismus heute so geht.

Ein Meter fünfzig am laufenden Meter ist die kleine Person aus Britanien, spricht mit mädchenhafter Stimme und will so gar nicht dem Klischee einer jungen zornigen Frau entsprechen, die sich jetzt mal das Patriarchat vorknöpft. Ihr gerade erschienenes Buch `Unsagbare Dinge – Sex, Lügen und Revolution´ ist eine Abrechnung mit der Entsolidarisierung, dem Kapitalismus, der männlichen Vorherrschaft und dem Sexismus. Ihr Anliegen trägt sie in einem hohen Tempo vor, die Moderatorin kann ihrem Parforceritt über Queerbewegung, bedingungsloses Grundeinkommen, die Bemächtigung des eigenen Körpers, schlechte Rollenklischees und guten Sex nicht folgen. Unterbrochen durch ein kindliches, glockenklares Lachen haut sie Sätze raus, die es in sich haben:

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Schützt Kinder vor Homophobie, nicht vor Homosexualität!

Letztens hat es die beschauliche Gegend Ostwestfalen zu einer traurigen Bekanntheit gebracht. Das Westfalenblatt hat in ihrer Kolumne „Rat am Sonntag“ einem Leser empfohlen, seine Töchter nicht zur Hochzeit seines Bruders mitzunehmen. Und zwar nicht, weil es auch mal schön sein kann, ohne die Kids zu feiern oder weil sie vielleicht am gleichen Tag ein Fußballtunier haben, sondern weil der Bruder einen Mann heiratet. Die Töchter würden „durcheinander gebracht“ und „verwirrt“ schreibt die Ratgeberin Barbara Eggert dem besorgten Leser. So weit, so unsinnig.

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This is a man’s world? Was bringt die G7 den Frauen?

Wenn sich am Wochenende im bayerischen Elmau die Staatschefs der G7 treffen, kommt es am Ende wieder zum Gruppenbild mit Dame. Angela Merkel hat die Stärkung von Frauen und Mädchen auf die Agenda gesetzt. Aber inwieweit die Möchtegern-Weltregierung trotz eigenem Frauenmangel und über schöne Worte hinaus wirklich etwas für mehr Gleichberechtigung verändern will, ist doch sehr fraglich.

Die Regierungschefs der G7-Staaten treffen sich am Wochenende in Elmau, um die drängendsten globalen Probleme zu erörtern. Unter anderem wollen sie die Armut verringern, das Klima retten, die Weltmeere reinigen und die Krisenherde der Erde einhegen. Ein straffes Programm für ein einziges Wochenende. Die Frage ist nur, ob über das Benennen der Herausforderungen hinaus die Bereitschaft besteht, wirklich etwas zu verändern?

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