Archiv - März 2015

Religion, Feminism and State in Tunisia

Im Jahr 2011, dem Jahr der Revolution in Tunesien, wurde der tunesische Präsident Ben Ali nach 24 Jahren im Amt durch das Volk gestürzt. Seither hat sich in dem Land viel verändert. Vor der Revolution durften die Menschen dort ihre Religion nicht frei ausüben. Heute steht in der Verfassung, dass Tunesien ein islamisches Land ist. Was bedeutet das für Tunesier*innen? Im Rahmen einer feministischen Jugendbegegnung hat unsere Autorin Jessi Messinger dazu ein Interview mit Sabrine Laribi geführt.

Sabrine Laribi is Public Law master’s student and board member of the Center for the Study of Islam and Democracy.

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Keinen Fußbreit den Revisionist*innen

Wir haben diese Woche im Europäischen Parlament den Bericht zur Gleichstellung der Geschlechter, den sogenannten Tarabella-Bericht (nach dem Berichterstatter Marc Tarabella), abgestimmt.

In dem Bericht geht es um die Gleichstellung der Geschlechter, um gerechte Bezahlung und Anti-Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt, um die Repräsentation von Frauen in Führungsgremien, um die Aufteilung von reproduktiver Arbeit und sexuelle und reproduktive Rechte. Die hetzerische Mailflut, die die Email-Postfächer der Europaabgeordneten füllte, hat mit diesem Bericht eigentlich nichts und am Ende leider doch wieder sehr viel zu tun.

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Feministische Kämpfe verbinden? Vom Frauen*kampftag und Intersektionalität

Morgen, am 8. März ist der Frauen*Kampftag: Im letzten Jahr sind am 8. März über 3.000 Menschen aus ganz Deutschland in Berlin zusammengekommen, um für Feminismus und gegen Sexismus und das Patriarchat zu demonstrieren. Auch in diesem Jahr finden in Berlin und vielen anderen Städten Veranstaltungen und Demonstrationen zum Frauen*Kampftag statt.

Der diesjährige Frauen*Kampftag steht unter dem Motto „Feministische Kämpfe verbinden“. Aber was sind feministische Kämpfe? Was genau soll da verbunden werden?

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Gleichberechtigung: Ein haariges Thema

Erst vor kurzem bin ich wieder einmal bei einem Interview auf meine Haare angesprochen worden. Ob ich sie nicht doch lieber abschneiden lassen möchte. Warum sollen Männer denn keine langen Haare haben? Ernsthaft? Ist das immer noch ein Thema? Ja, leider. Auch für uns Männer.

Vielleicht kann ich daher ein bisschen erahnen, wie es ist auf Äußerlichkeiten (meine Haare) reduziert zu werden. Erst am Montag musste ich mir von Herrn Kubicki bei „Hart aber Fair“ wieder einen dummen Spruch anhören. Wie sich das für Frauen anfühlt, denen das permanent, abwertend und anzüglich passiert, kann ich natürlich nicht wissen. Dass es leider selbst nach drei großen und wichtigen Wellen der Frauenbewegung immer noch ein Thema ist, zeigen Umfragen: 55 Prozent der Frauen haben letztes Jahr angegeben, dass wir weiterhin in einer männlich dominierten Gesellschaft leben, in der Frauen immer wieder Erfahrungen mit Sexismus machen. Obwohl doch spätestens seit der #aufschrei-Debatte in der letzten männlichen Gehirnzelle endlich angekommen sein sollte, wie und wie oft Frauen im Alltag Sexismus ausgesetzt sind. Es ist wirklich frustrierend, dass wir zwei Jahre später dennoch nicht viel weiter sind. Wie Anne Wizorek am Montag erneut darlegen musste, wird erschreckenderweise dann auch noch versucht, den von Frauen erlebten Sexismus zu relativieren oder ihn gar als Kompliment umzudeuten.

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