Archiv - November 2014

Lieber Papst, dieser Tag gehört uns….

Heute war der Papst im Europäischen Parlament. Heute ist der 25. November. Heute ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.

Ein schlechteres Datum für den Besuch des Papstes hätte es nicht geben können. Denn, obwohl dieser Papst – im Gegensatz zu seinem Vorgänger – immer wieder als progressiv und offen für Veränderung der Kirche dargestellt wird, hat er den heutigen Tag genutzt, Frauen in ihrer Selbstbestmmung einzuschränken und Abtreibung zu verurteilen. mehr lesen

Die Zeit der Schmetterlinge – Zeit, NEIN zu sagen gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November 1960 wurden die Widerstandskämpferinnen Minerva, María Teresa und Patria Mirabal durch den Geheimdienst der Dominikanischen Republik ermordet. Die drei Schwestern, auch bekannt als „Las Mariposas“, die Schmetterlinge, versuchten mit der Oppositionsbewegung „14 de Junio“ den Militärdiktator Rafael Leónidas Trujillo zu stürzen. Obwohl sie mehrmals inhaftiert, gefoltert und vergewaltigt wurden, gaben sie nicht nach, verrieten nie ihre Verbündeten. Trujillo ließ die drei Frauen schließlich entführen und ermorden. Ein Autounfall, so versuchte man es in den Zeitungen zu verkaufen. Doch die dominikanische Öffentlichkeit ließ sich nicht täuschen: Kurze Zeit später kam es endlich zur Revolution. Las Mariposas wurden posthum zu Nationalheldinnen. mehr lesen

Toleranz ist die falsche Utopie

Toleranz: ein Begriff, der immer wieder auftaucht, im Zusammenhang mit Religionen, Weltanschauungen und Lebensentwürfen, Sexualität, Behinderungen und Menschen, die nicht aussehen, wie Biodeutsche. Die ARD veranstaltet derzeit eine ganze Woche zu diesem Thema. Bereits im Vorfeld ist das Konzept an einigen Stellen umstritten, hier eine Stellungnahme der ARD. Gleichzeitig widmet auch die Süddeutsche Zeitung dem Thema ein eigenes Rechercheprojekt.
Toleranz tritt als etwas Positives auf, in Abgrenzung zu Intoleranz. Aber nicht nur das: Toleranz wird auch als Gegenstück zu Ablehnung, Ausgrenzung und Diskriminierung verkauft – und hier liegt der Denkfehler.

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Die Privilegien der Ehe am Beispiel der Adoption

Im Februar 2013 hat das Bundesverfassungsgericht deutlich gemacht, dass ein Verbot der Sukzessivadoption für Menschen in eingetragenen Lebenspartner*innenschaften verfassungswidrig ist. Seit Juni 2014 dürfen nun auch Lebenspartner*innen das bereits von der*dem Partner*in adoptierte Kind adoptieren.1 Weiterhin ist es ihnen jedoch nicht erlaubt sich gemeinsam für eine Adoption zu bewerben und ein Kind zu adoptieren (Fremdadoption) (Queer.de 2014).

In Deutschland wurde die Ausweitung des Adoptionsrechts immer wieder gefordert und viel diskutiert. Doch die Gegner*innen wollen die traditionelle Ehe und Vater-Mutter-Kind-Familie verteidigen. Auch die Demonstrationen gegen den Bildungsplan in Baden-Württemberg wurden und werden vielfach zum Anlass genommen gegen Regenbogenfamilien zu hetzen.

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Der Familienvertrag – ein Konzept in den Kinderschuhen

Die Forderung ihrer Partei nach der Abschaffung des Ehegattensplittings sei falsch gewesen, so Kathrin Göring-Eckhardt, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag. Es sei der Eindruck entstanden, dass die Grünen die Ehe abschaffen wollten. In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 23. August 2014 betont Göring-Eckhardt vielmehr, dass sie sich freue, wenn Menschen heirateten „und damit sagen, wir treten füreinander ein.“

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