Archiv - Juli 2014

Wortwechsel #3

Liebe Renate,

hilfreich finden wir die Debatte um einen „neuen/jungen“ und „alten“ Feminismus auch nicht. Aber sie wird leider stark an uns als junge Feministinnen heran getragen. Immer wieder werden wir gefordert uns abzugrenzen und neu zu definieren. Dabei streiten auch wir unterm Strich für die gleichen Ziele. Nichtsdestotrotz gibt es Unterschiede und Erneuerungen in der feministischen Debatte, z.B. hin zum Queer-Feminismus. Ist ja auch logisch, dass jüngere Generationen manche Fragen anders angehen. Wir sollten aber mehr zusammen und weniger in Abgrenzung zueinander arbeiten. Aber vielleicht fehlen dafür auch die Räume, in denen feministische Akteurinnen generationenübergreifend und kontinuierlich miteinander ins Gespräch kommen?

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Netzfundstücke des Monats Juli

Was hat die uns diesen Monat erfreut, begeistert, genervt? Welches Video hat uns zum Lachen gebracht, welcher Text zum nachdenken?

Charlotte / @MissCharlez macht hier die feministische Netzfundstück-Sammlung: Herzensvideos, -texte, -bilder & -gifs, je monatsweise. Außerdem schreibt und spricht sie Dinge in dieses Internet zu Netzpolitik, Antifaschismus, Robotern, Feminismus und Nerdculture. Sie macht Politikkram im Landesvorstand der Grünen Jugend Berlin und würde gerne mehr podcasten und öfter mit Robotern spielen.
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Hört auf damit!

Lange hatte ich mit Feminismus nicht viel am Hut. Ich wusste gar nicht, was das ist. Klar bekam ich mit, dass vor allem Männer mir die Tür aufhielten, auf den Arsch hauten, doofe Kommentare abließen. Aber was war dabei? Es gehörte halt zu meinem Leben. So, wie es zu dem Leben meiner Freundinnen gehörte.

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Geschlechtergerechtes Rentensystem?

Welches Ziel sollte eine gesetzliche Rentenversicherung aus feministischer Perspektive verfolgen? Diese Frage ist einfach zu beantworten: ein eigenständiges Auskommen im Alter und eine Ausgestaltung, die eine Vielfalt an Lebensentwürfen und Lebensphasen zulässt.
Einfach zu beantworten, aber nicht einfach zu verwirklichen. Denn die heutige gesetzliche Rentenversicherung und zentrale Säule der Alterssicherung trägt leider noch immer die zutiefst patriarchale Handschrift des 19. Jahrhunderts und existiert in Teilen heute tatsächlich noch in ihrer ursprünglichen Form.

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Was mich müde macht

Als ich von diesem neuen Blog gelesen habe, grün und feministisch, da dachte ich: geil. Ich werde einen geistreichen, satirischen Text schreiben. Wütend und klug und humorvoll. Und ich werde erzählen von den kleinen Sexismen des Alltags, die ich mithilfe meines scharfen Verstandes tagein, tagaus als solche entlarve.
Stark werde ich mich fühlen und frei.
Aber dann gibt es so Wochen, da scheinen sie sich zu häufen diese kleinen Sexismen zu einer Art Gesamteindruck.
Und dann bin ich manchmal zu müde, um humorvoll und wütend zu sein.

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Solidarität mit Care-Migrantinnen

Das deutsche Pflegesystwhocaresem beruht auf traditionellen Rollenvorstellungen, Care-Arbeit wird der Familie und damit hauptsächlich den Frauen zugewiesen. Diese Rolle wird in Deutschland von Frauen aber immer weniger ausgeführt und einige Familien stellen zu meist ungerechten Bedingungen Care-Migrantinnen ein um die Versorgungslücke zu füllen. Wie Kritik daran üben? Und wie solidarisch sein?

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