My Name Is Not Baby! Ein intersektionales Ausstellungsprojekt

© Tatyana Fazlalizadeh

 

Dem alltäglichen Sexismus auf den Straßen setzt die feministische Initiative HollaBack! etwas entgegen. Gemeinsam mit den Künstlerinnen Tatyana Fazlalizadeh und Noah Sow laden wir ein zu der Ausstellung „My Name is Not Baby“.

Erzählt Eure Geschichten!

 

 

Über HollaBack!

Die Anti-Street-Harassment Initiative HollaBack!BLN engagiert sich gegen Gender-basierte (Mehrfach)Diskriminierung in öffentlichen Räumen. Das Festival 48 Stunden Neukölln bietet in Kooperation mit der Künstlerin Tatyana Fazlalizadeh und Noah Sow die Möglickeit der Bagatellisierung alltäglicher Gewalt entgegenzuwirken und Strategien zur “Courage” aufzuzeigen. Courage, das diesjährige Festivalmotto, definieren wir in diesem Zusammenhang als den Akt der Selbtsermächtigung/des Empowerments.

© Tatyana Fazlalizadeh

Hollaback! ist eine online basierte Plattform, die 2005 in New York gegründet wurde und mit Ortsgruppen in derzeit 71 Städten weltweit vertreten ist. Die Webseiten sind Orte, an denen alle Menschen ihre Erfahrungen und Geschichten mit Street Harassment, also jeder Form von alltäglicher sexueller und sexualisierter Gewalt einsenden können. Das Aufschreiben der Geschichte ist das was als „holla back!“ – “brüll zurück!” bezeichnet wird. Durch das Sammeln der Geschichten und Bilder von Frauen* und LGBTQ Personen in einem sicheren Raum wird die Möglichkeit geschaffen, sich mitzuteilen. Neben unserer alläglichen Arbeit mit dem Blog widem wir uns Interventionen und künstlerischen Projekten in öffentlichen Räumen. Zuletzt z.B. haben wir die Compilation „Cats against Catcalls“ mit den großartigen Riot Grrrl Berlin veröffentlicht.

Die Ausstellung wird von HollaBack!BLN namentlich Julia Brilling, Julia Pfannschmidt und Maria Lüdtke veranstaltet. Feministischer Aktivismus wird leider institutionell nicht bis gar nicht gefördert. Daher sind wir 100% Volunteer powered. Vom Projektmanagement über Kuratieren, Öffentlichkeitsarbeit, Campaigning und im Rahmen der Ausstellung auch Handwerkliches. Um dem Feminist Burn-Out vorzubeugen, bitten wir um Unterstützung jeder Art: finanziell, ideell oder einfach nette Worte. Wir von HollaBack! Sind 100% für Empowerment und gegen Konkurrenz. Unterstützt wird die Ausstellung von den Medienpartnerinnen Missy Magazin und Aviva-Berlin. Sowie von Gladt e.V. und dem ZtG Berlin. Dezidiertes Ziel für 48 Stunden Neukölln ist es, die Online-Initiative offline zu präsentieren und einen Raum zu schaffen, indem die Besucher*innen durch das Aufschreiben ihrer Geschichten eine open source und open end dem Widerstande gegen alltgägliche Belästigung Gesicht zu verleihen.

Über die Ausstellung

Ein wichtiger Teil des Projekts ist die Zusammenarbeit mit der Künstlerin Tatyana Fazlalizadeh, die sich mit ihrer Street Art-Porträtserie “Stop Telling Women to Smile” dem kollektiven Widerstand gegen Street Harassment widmet. Angefangen im Herbst 2012 in Brooklyn, platzierte sie ihre gezeichneten Frauen*porträts und die sich direkt an die Täter* richtenden Zitate im öffentlichen Raum und sorgte für immenses, mediales Aufsehen. 48 Stunden Neukölln ist der ideale Rahmen um ihre Porträts erstmalig in Berlin zu zeigen und der Courage , den diesjährigen Festivalmotte des jährlich stattfindenen 48 Stunden Neukölln Festivals, gegen Street Harassment Gesichter zu verleihen. Die Ausstellung zeigt erstmals neue Portraits der Serie von Berliner Frauen*.

© Tatyana Fazlalizadeh

Umrahmt wird das Ganze von der Multimedia-Installation „Wellness Wall“ der Künstlerin Noah Sow, die durch ihre Arbeiten den Raum für Empowerment nutzt und zum Storytelling – zum erzählen der eigenen Geschichte – freigibt. Noah Sow wird die Weltpremiere ihres neuen Werkes im Rahmen der Ausstellung feiern. Im Rahmen der Ausstellung werden wir einen Open Space ermöglichen – einen Raum der zum einen zum Empowerment von jungen Frauen* gegen alltäglichen Sexismus genutzt wird. Mit dabei ist dabei das Mädchenfilmprojekt „Lass mich deine Geschichte erzählen“ von Cosima e.V.

Mit der Ausstellung versuchen wir dem was Audre Lorde in ihrem Zitat „There is no such thing as a single-issue struggle, because we do not live single-issue lives” in Praxis umzuwandeln. Die Werke von Tatyana Fazlalizadeh und Noah Sow sind dafür die besten Beispiele.

 

Ausstellung
Wann: 27. Juni 2014, 19.30 Uhr
28. Juni 2014, 12 –22 Uhr
29. Juni 2014, 12 -17 Uhr
Wo: Endorphina Backkunst “Gläserne Bäckerei”
 Produktionsstätte und Hofladen, 
Elsenstraße 52, 
12059 Berlin

Vernissage und Weltpremiere “Wellness Wall”
Wann: 27. Juni 2014, 20 Uhr
Mit: Noah Sow

Ein Paar Worte über...

Julia Brilling
Julia Brilling

Julia Brilling leitet seit 2011 HollaBack!BLN. Julia Pfannschmidt hat das Projekt „My Name is Not Baby!" initiiert und macht die Projektleitung. Maria Lüdtke ist seit 2013 bei HollaBack!BLN für alles grafische zuständig und unterstützt die Öffentlichkeitsarbeit.

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