Wir müssen mal reden.

Über Feminismus. Unsere Rechte. In jedem Lebensbereich.
Und du bist kein_e Zuschauer_in. Du spielst die Hauptrolle.
Denn es geht hier um dein Leben. Deine Gesellschaft.

Grüner 10-Punkte-Plan: 11. Feminismus

CC BY-NC-ND 2.0 by Jay Morrison https://www.flickr.com/photos/artiseverywhere/

 

Die grünen SpitzenkandidatInnen Katrin Göring-Eckhardt und Cem Özdemir haben gestern den “Zehn-Punkte-Plan für grünes Regieren” vorgestellt. Leider fehlt ein Punkt, den ich hiermit nachreiche: Feminismus. Als Regierungsvorhaben formuliert heißt das: “Geschlechtergerechtigkeit endlich verwirklichen!”

Während wir Grüne uns fragen, ob unsere Themen gerade “der heiße Scheiß” sind, ist es mit dem Feminismus fast schon umgekehrt, viele Aktivistinnen machen sich sorgen, dass feministische Slogans zu sehr vom Mainstream vereinnahmt und kommerzialisiert werden. Was bitte beweist besser, dass ein Thema heiß ist, als dass H&M es auf T-Shirts druckt?! Und welche Partei ist feministischer als die Grünen, die sich seit ihrer Gründung explizit für frauen*politische Anliegen engagieren?

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Die Pille als Lifestyle-Produkt. Ernsthaft?

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Reine Haut und schöne Haare – was nach einem Versprechen der Werbebranche klingt, dient regelmäßig als Argument für Gynäkolog*innen, hormonelle Verhütung zu verschreiben. Die Mehrheit insbesondere junger Frauen greift auf die Pille zurück. Sie gilt als besonders sicher und einfach zu handhaben, der sogenannte Zyklus (ein richtiger Zyklus findet ja gar nicht mehr statt, sondern wird dem Körper nur noch vorgetäuscht) werde regelmäßiger, die Menstruation weniger stark und eventuelle Schmerzen nähmen ab. Außerdem wird mit der Aussicht auf anwachsende Brüste, weniger Akne und Körperbehaarung gelockt. Was von Pharmaindustrie und Gynäkolog*innen als All-in-one-Lifestyle-Produkt angepriesen wird, dient bei näherer Betrachtung vor allem der Abwertung der Körper von Frauen*. Was einst als Durchbruch zur sexuellen Selbstbestimmung von Frauen* gefeiert wurde, dient heute dem Zwang zur Selbstoptimierung entlang sexistischer Leitbilder sowie der Entfremdung vom eigenen Körper.

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Inspiring Women: Ivanka Trump?!

Seit März ist Ivanka Trump eine offizielle Beraterin ihres Vaters und US-Präsidenten. Eine definierte Aufgabe hat sie dabei nicht, sie scheint sich aber zur „Frauenbeauftragen“ der Regierung zu entwickeln. In einer Pressemitteilung gaben die Organisator*innen des Women20 Gipfels jetzt bekannt, dass Ivanka Trump bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Inspiring women: Scaling up women’s entrepreneurship“ dabei sein wird.

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Verhütung darf kein Luxus sein

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Als ich mit 16 Jahren zu meiner Gynäkologin gegangen bin und nach der Pille verlangt habe, kam ich mir emanzipiert vor. Heute, sieben Jahre später, werde ich mir darüber bewusst, wie wenig ich aufgeklärt wurde über verschiedene Formen von Verhütung und ihren Einfluss auf meinen Körper. Von selbstbestimmtem Handeln kann da keine Rede sein. Der Zugang zu Verhütungsmitteln gilt als feministischer Erfolg, doch viel darüber gesprochen wird nicht. In einer Gesellschaft, in der Menstruationsblut igitt ist und Sex trotz Übersexualisierung im Alltag doch eher Privatsache, scheint kein Raum für Aufklärung. Wir müssen anfangen über die Kosten von Verhütungsmitteln zu reden.

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Die Luftnummer der simulierten Lohngerechtigkeit: Wie Ministerin Schwesig Geschlechtergerechtigkeit vortäuscht

Es ist  so weit. Die Regierungsparteien verabschiedeten mit ihrer üblichen großen Koalitionsmehrheit ein Gesetz, das eigentlich Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern herstellen wollte. Doch in Wahrheit gibt es mit diesem Gesetz alles andere, aber bestimmt nicht gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit. Nicht einmal Transparenz bei Lohn und Gehältern stellt das Gesetz her. Denn es ist nichts anderes als eine große Luftnummer. Dieses Gesetz aus dem Hause der Frauenministerin Schwesig täuscht politisches Handeln bloß vor. Transparenz und Lohngerechtigkeit werden hier nur simuliert.

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TRANS DAY OF VISIBILITY 2017 – Jetzt rede ich!

Liebe Cis-Personen,
manchmal könnt ihr ganz schön anstrengend sein mit eurer Neugier, vielen Fragen oder langen Diskussionen darüber, wer und was sich jetzt eigentlich Mann und Frau nennen darf. Neugier und Interesse gibt uns aber auch die Chance ein wenig mehr Aufklärung für unsere Community zu betreiben.

Für viele ist das nicht neu, aber kleine Erinnerungen haben ja bekanntlich noch nie geschadet – deswegen habe ich hier eine kleine Liste mit Dingen, die ich euch gerne mitgeben möchte:

NATÜRLICHKEIT
„Trans*personen sind wider die Natur!“ Argh. Was ist mit deinen industriell gefertigten Klamotten oder deiner Plastikflasche: Sind die natürlich? Nein, im Ernst: Das landläufige Konzept von Geschlecht, das Menschen in (geborene) Männer und Frauen einteilt, ist unterkomplex. Wer hier mit Natürlichkeit und Widernatürlichkeit argumentiert, sollte sich schlicht einmal mit verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven auseinandersetzen. Auch die Biologie, die für solche rückwärtsgewandten Argumentationen manchmal herhalten muss, kennt mehr Kategorien als Mann und Frau und zeigt uns, dass Geschlecht aus vielen Ebenen besteht. Das genetisch-chromosomale Geschlecht ist eine Kategorie, das hormonelle eine andere und auch neurologisch (it’s all about the brains) umfasst ein weites geschlechtliches Spektrum. Auch wer sich mit kritischen soziologischen oder kulturwissenschaftlichen Ansätzen auseinandersetzt: Die Ordnung Mann-Frau ist keinesfalls gottgegeben, sondern gesellschaftlich konstruiert.

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